Es kommt, wie es kommt

Was soll hier eigentlich auf dieser Seite passieren? Es gibt viele Whippetseiten. Das stimmt. Aber das heißt ja nun nicht, dass es deshalb nicht noch eine geben sollte?

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Hier gibt es vor allem eines: Es kommt, wie es kommt. Auf jeden Fall bringen wir gute Voraussetzungen mit, denn das Leben mit Wippets ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens.

Superfly’s und Koseilata’s haben eine Menge an Erfahrungen gesammelt, die wir auch gern mit Interessierten teilen möchten.

Entweder fällt den Autoren etwas ein, oder nicht, wir lassen uns inspirieren von aktuellen Anfragen oder wir berichten aus den Erfahrungen. Ganz sicher gibt es für den ein oder anderen immer irgend etwas, was ihn interessiert, was er vielleicht selbst umsetzen kann für seinen Whippet oder einfach, weil er gern irgendetwas über Whippets lesen möchte.

30689177_1690263047720309_3120948293559910400_nKoseilata’s Simba Singha, Foto: Eva-Maria Krämer

Unsere Whippets sind so wundervoll, dass man sich nicht daran satt sehen und auch nicht satt lesen kann. Denn wovon das Herz voll ist, geht der Mund über.

Unglaubliche Whippetmütter

Unsere Whippets sind großartige Hundemütter, die immer ihre Fürsorge nicht nur besonders ausgelebt haben, sondern sie sogar an fremde Welpen verteilten, selbst dann, wenn sie gar nicht selbst Mutter waren.

dreimumsim Uhrzeigersinn rechts Mutter Superfly’s Krita mit ihrem Superfly’s Q2 Wurf, Omnia und Diva

Hier liegen Welpen mit drei „Müttern“ zusammen in einem Körbchen und es sieht aus, als würde alles drunter und drüber gehen. Superfly‘s Krita ist die Mutter des Q2 Wurfs Superfly‘s und mit im Korb liegen ihre Assistentinnen, sozusagen die Tanten, die die Aufzucht mit übernehmen. Ein bestens funktionierendes Rudel.

Das war schon damals mit Pebbles (Magadha Gracious) und  Superfly’s Kitty Pampers so und setzt sich heute fort.

natürlich natürlich

Welch großes Glück ist es, dass man das Aufwachsen in einem Familienrudel miterleben darf und welch wahre Freude zu sehen, wie wunderbar alles klappt und wie harmonisch es zugeht, wenn die Hunde die Gelegenheit bekommen, sich so frei wie möglich zu verhalten und zu entwickeln.

Hier teilen sich Krita und Mutter Omnia den Superfly’s T2-Wurf gerecht. Tatsächlich bekommen die „Tanten“ Milch und somit haben die Welpen zwei Milchbars zur Verfügung.

zweimütterMutter Superfly‘s Omnia mit ihrem T2 Wurf und Krita säugt sie mit. Omnia und Krita sind Halbgeschwister über Diva (Dreamchamber Easy To Love)

Krita z.B. ist diese Art Übermutter, die sich auch Welpen aus anderen Zuchtstätten und anderen Rassen annimmt. Hier mit der kleinen Podengo Portugues Hündin Harmonia.

kritaharmoniaKrita mit Harmonia von den Rottentotten

Und bei dem C-Wurf Kjuay’s lässt sie es sich nicht nehmen die Tante zu sein, immerhin ist ja auch hier Superfly’s John Lee Hooker der Vater 😉 .

kritamitfremdwelpenKrita thront inmitten der Kjuay-Welpen und sieht nicht so aus, als würde es ihr mißfallen

Ticken unsere Whippets normal? Ja, natürlich, es sind Whippets eben.

 

 

 

Sehnsucht nach einem Whippet

Die liebe Evi hat meine Whippets nicht nur kennengelernt, sondern auch lieben. Nun ist ihre Liebe so übermächtig, dass sie selbst gern einen Whippet haben möchte.

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Omnia mit Evi beim Frühstück

Aber nun geht es los. Antrag auf Genehmigung zur Hundehaltung gestellt beim Vermieter. Die Ablehnung war wie ein Schock für sie.

Erneuten Antrag gestellt mit viel Erläuterungen und Erklärungen, wie ein Whippet ist und dass er kein Hund ist, der in einer Wohnung stört oder irgendwen belästigt. Und sie sieht es ja bei mir in Berlin, wie angenehm es ist und dass die Mieter meine Hunde mögen…

Und nun sagt Evi umso trauriger:

„Alle dürfen Whippets haben, viele haben sogar mehrere und ich darf nicht einmal einen haben.

Sie wohnt in einer Kleinstadt und wie das da so ist, als gebürtige Berlinerin versteht man die Kleinkariertheit nicht. Da kümmern sich die Mieter darum, ob denn auch das Auto nicht drei Zentimeter zu dicht vor den Mülltonnen steht oder ob das Fahrrad zu weit links oder der Krümel nun auch millimetergenau auf der Rosine gestapelt ist ;-). Oh nein, arme Evi.

Evi kann gut mit meinen Hunden umgehen und freut sich über jeden gemeinsamen Spaziergang, wenn sie in Berlin ist. Aber das reicht ihr nicht. Sie will mit einem Whippet aufwachen und ihn andauernd um sich haben können. Ein Whippet wäre für ihre Gesundheit ein absolutes Muss, regelmäßige Bewegung und natürlich auch die Zuneigung und Nähe eines Whippets.

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Wenn der Wunsch nach einem Whippet so groß ist…

Wenn der Wunsch nach einem Whippet so groß ist, dann wird die schönste Wohnung trostlos. Jeden Tag sieht sie die Hundebesitzer fröhlich vorbeiziehen und ist sehr traurig.

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Evi zeigt Omnia, wie schön es bei ihr ist 😉

Vielleicht gibt es Whippetfreunde in der Umgebung von Hannover? Evi möchte gern Kontakt. Sie sagt, sie gibt nicht auf. Und ich wünsche ihr, dass sich ihr Wunsch erfüllt, so oder so.

Kenia im Ruhestand

Was der Standard verlangt ist noch immer der Whippet, der auch seine sportliche Leistung erbringen kann. Und Koseilata’s African Queen (Kenia) konnte das. Sie besitzt die Prädikatskörung für Schönheit und Leistung und ist jetzt 12 1/2 Jahre alt.

EMK_0431 Keniaein aktuelles Foto von Kenia als Seniorin, die noch immer gehen kann, Foto: Eva-Maria Krämer

Kenia ist eine Tochter von Ch.Koseilata’s Take Me To The Moon x Koseilata’s Josephine Baker und hatte selbst zwei Würfe, die derzeit von sich reden machen. Der K2 Wurf hat sich bereits großartig hervorgetan und der N2 Wurf Koseilata’s ist auf dem Weg dahin.

Die schöne junge Kenia im Alter von 2 Jahren:

12kenia_2jKenia 2jährig, Foto: Koseilatas

Kenia ist noch sehr gut zu Fuß und lebt jetzt ein ruhiges Seniorenleben ohne Zipperlein und wir hoffen, dass es noch lange so bleibt.

Whippet und Katzen

Sie sind wie Hund und Katze, sagt eine deutsche Redewendung und meint sie sind zerstritten.

Als Superfly’s Lilly the Pink zu einer Abessiner-Züchterin ziehen sollte, dachte ich : wird schon gut gehen. Und dem war auch so. Lilly kümmerte sich um die Kitten und lebte mit den Katzen… halt.

Jamie_siamSuperfly’s James Brown (Jamie) mit Siamkater, Foto: Nina Liefert-Pulm

Wenn sie als Jungtiere zusammen aufwachsen, dann entwickeln sich echte Freundschaften, die allerdings nach meinem persönlichen Empfinden immer eine Art von Zweckoptimismus haben. Ich denke Whippet und Katze leben in einer Art demonstrativer zur Schau getragener Harmonie, insbesondere weil  Whippet ja alles gern tut, was von ihrem Menschen gern gesehen ist. Aber sonst sind sie eben zwei verschiedene Arten, die miteinander auskommen können, aber sich nicht wirklich brauchen.

Und es gab schon einiges zum Lachen. So konnte Superfly’s I am the One eine Katze der Familie, die besonders eng mit ihm vertraut war, zwischen den Ohren greifen und wie einen Scheuerlappen durch die Wohnung schleifen…hin und her und hin und her. Die Katze ließ es sich gefallen und stellte sich eine zeit lang leblos, aber dann wenn es ihr genug war, sprang sie mit einem Satz auf die Pfoten und setzte sich erhöht hin und war dann wieder ganz bei sich selbst.

Kater und Whippet „Ayleen“ als Superteam, öffneten in Abwesenheit ihres Frauchens, den Kühlschrank, den Wandschrank und stahlen gemeinsam Fressbares und alles, womit sie meinen spielen zu können und das im Überfluss …zur großen Freude der Besitzerin, die dann das Chaos vorfand. Was Whippet nicht konnte, erledigte dann mal der Kater…

Whippets lernen schnell, was zur Familie dazu gehört, das akzeptieren sie eben.

 

 

Whippet-Profil

Das charakterliche Erscheinungsbild eines Whippets sollte folgende Merkmale aufweisen:

Freundlich, anhänglich, ausgeglichen.

Freundlich ist ein Synomyn für freudig, heiter, entgegenkommend, nett, gutartig, sanft, liebenswürdig, liebreizend, bezaubernd.

Anhänglich dürfte sich auch so darstellen wie anhaftend, treu, loyal, hingebungsvoll, fügsam.

Ausgeglichen bedeutet auch angemessen, anspruchslos, gelassen, ruhig.

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Whippet Superfly’s Salome, im Profil, fotografiert von Susanne Illich

All diese Eigenschaften sind es, die Whippets zunächst einmal sehr sympathisch machen.

Noch interessanter wird es, wenn die Rassemerkmale

in hohem Masse anpassungsfähig in häuslicher und sportlicher Umgebung

genauer betrachtet werden. Der Ideale Begleiter, der sich brav im Restaurant unter den Tisch legt oder ruhig und gelassen folgt, wohin man auch geht, bietet natürlich eine wunderbare Anpassungsleistung, die uns sehr gut gefällt.

Das totale Ausrasten, komplette Austicken, Kreischen, Schreien, Zerren, Springen, Überschlagen, Kläffen, Fiepen und all die Sachen, die so Whippets machen könnten, wenn sie zu Hause das 100%ige Sagen haben, gibt es auch. Doch bei wem ist das schon so?

Aber auch das friedliche Kleisterspiel: Anspringen, Ranwerfen, Rauftreten, Ankuscheln, Einhäkeln, Umgarnen sind direkte Whippetgewohnheiten, bei denen einem die Luft wegbleiben kann.

Und von der Extremanpassung beim Anblick eines künstlichen Hetzobjekts auf der Trainingsbahn will ich gar nicht sprechen. Whippets sind multiple „Persönlichkeiten“ und einfach irre… irre spannend und irre gut, denn nach dem Ansturm, dem Wirbelwind und dem Hurrikan folgt ja die absolute sonnige Windstille. Oder etwa nicht?

Omnia_BlickMutter Superfly’s Omnia

Omnia’s Blick könnte man so deuten: Solche Extrembeispiele gibt es immer nur bei anderen.

Whippet wie aus einem Guß

Koseilata’s Quiet Moon, der so vielversprechende „Clooney“ hier in Berlin im freien Stand von mir fotografiert. Auch wenn seine weißen Pfoten nun nicht mehr sauber sind, tut das dem Anblick keinen Abbruch.

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Koseilata’s Quiet Moon im freienStand

Eine Whippetoutline, die das Auge erfreut. Einfach ein Whippetrüde wie aus einem Guß.  Ebenfalls ein Sohn von Superfly’s Shiphra und Enkel und Urenkel von Superfly’s U Be Mine. Der Vater: Koseilata’s Take Me To The Moon.

clooney kopfClooney’s wunderschöner whippettypischer, eleganter Rüdenkopf

Aber „Clooney“ war nicht nur wunderschön, er war auch ein ganz liebenswerter, freundlicher und fröhlicher junger Rüde, der Spaß am Leben hatte.

Der Grund seines plötzlichen, mysteriösen Todes kurz nach seinem Ausstellungserfolg konnte nicht geklärt werden. Eine Vergiftung war nicht auszuschließen.

Für die Besitzer ein Schock. Niemandem wünsche ich so etwas erleben zu müssen.

For ever young

Wenn mir Superfly’s Hazel Hillary einfällt, dann vor allem das: Sie war bis zum Lebensende jung. Hazel war eine Tochter von Ch.Superfly’s Anglo- Mania nach Superfly’s Delta Wing.

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Hazel im Herbst 1996, gerade nach dem G-Wurf Koseilata’s im Alter von 8 Jahren

Ausgesucht wenige Tage nach ihrer Geburt und bei Robert Schiele geblieben bis zu ihrem Lebensende. Zwischendurch durfte sie noch in die Zucht und brachte Koseilata’s B- und G-Wurf.

Und immer wurde gesagt:

„Die ist aber noch jung“.

Hazel war eine kleine Hündin mit 43,5 cm Schulterhöhe und in der Veteranenklasse ausgestellt, glaubten die Richter nicht, dass sie überhaupt schon acht Jahre alt war. Und immer wurde gesagt: „Die ist aber noch jung“.

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Hazel, 10 jährig mit ihrer Tochter Koseilata’s Gloria Gaynor

Hazel war eine wunderschöne kleine Whippethündin, deren Altersfrische in der Tat unglaublich war. Nun, sie war auch eine sehr bequeme Hündin und hatte nur hin und wieder Temperamentsausbrüche, eben so wie ihr Großvater Ch.Bredand Percy Vere.

Langlebigkeit und Altersfrische vererben sich

Hazel wurde bis auf wenige Tage 15 Jahre alt. Leider überredete eine Tierärztin Robert die Milchleisten mit knapp 15 Jahren wegen Mammatumoren zu entfernen und zwar im Abstand von zwei Wochen. Und dann ist auch noch ein Missgeschick in dieser Praxis passiert, so dass Hazel das nicht überlebte, sonst wäre sie vielleicht viel älter geworden.

Hazels Vorfahren und Lebenszeit:

  • Vater Wingi wurde 16 ein halb Jahre alt
  • Großvater Percy wurde 17 ein halb Jahre alt
  • Großmutter Pebbles 16 Jahre alt
  • Mutter Mania knapp 15 Jahre alt
  • Großvater Chief nicht bekannt, aber mit 12 hatte er noch erfolgreich Nachzucht
  • Großmutter Pebbles 16 Jahre alt

Whippets als Therapeuten

Mir fallen so viele unserer Whippets ein, die sich bewährt haben in dieser und jener Beziehung. Meine drei waren ja gute zwei Jahre im „Einsatz“ und haben Freude und Lächeln auf die Gesichter unserer „Neuberliner“ gezaubert.

therapydogs7Yashar aus Teheran kurz nach seiner Ankunft in Deutschland mit Superfly’s Omnia und John Lee Hooker

Alex (Yashar) ist heute in der Ausbildung zum Altenpfleger und kommt bei den Patienten in seiner liebenswürdigen Art sehr gut an.

Hier finde ich den Übergang zu Jeannie (Superfly‘s Little Jeannie), denn sie bringt einem älteren Personenkreis mit ihrer liebenswürdigen Art Ablenkung, Freude und Zärtlichkeit entgegen . „Da Jeannies Liebenswürdigkeit nicht zu toppen ist, war die Grundvoraussetzung für diese Arbeit gegeben“, schreibt Gerda Quiel , die mit ihren drei Whippets das Seniorenheim besucht. Das Highlight für die Menschen dort.

Platz bleibJeannie und Arwen im Seniorenheim zu Besuch, Foto: privat

Gerda Quiel fährt fort: „Die alten Herrschaften sitzen also im Kreis und ich führe die “Kunststücke” der drei vor. Danach bekommen die alten Leute kleine Leckerlis in die Hände und die Hunde werden herangeführt und dürfen sie vorsichtig aus den Händen fressen, wobei die alten Leute jedes Mal begeistert sind.

Aber es gibt auch Personen, die gar nicht mehr aufstehen können. Und auch hier hatte Jeannie ihren Einsatz. Sie sprang auf Kommando auf das Bett eines schwer kranken, fast erstarrten Mannes, ohne Mimik und mit aufgerissenen Augen. Sein Zustand war seit Wochen so. Aber dann berührte Jeannie vorsichtig mit der Nase die Hand des Kranken, dann berührte sie ihn sacht mit der Pfote und auf einmal richtete der Mann seinen Blick auf Jeannie und seine Hand bewegte sich ganz leicht als wolle er sie streicheln. Auch beim nächsten Mal besuchten wir diesen Armen und eine winzige Bewegung eines Lächelns ging durch sein Gesicht. Beim nächsten Besuch war er leider schon verlegt.“

„Jeannie liebt jeden Menschen, der einmal mit ihr gesprochen oder sie gestreichelt hat. Sie ist ein Herz auf vier Pfoten. So einen liebenswürdigen Hund habe ich noch niemals gesehen.“

schreibt Gerda weiter.

Wer in Jeannies Gesicht schaut, sieht doch ihre liebevolle Art. Sie ist eine Tochter meiner Ch.Superfly’s Euphoria (Ufo) nach dem amerikanischen Ch. Chelsea Rum Truffle.

jeannieSuperfly’s Little Jeannie trächtig nach Superfly’s Kynaptic

Ch.Superfly‘s Little Jeannie war nicht nur erfolgreich im Ausstellungsring, eine tolle Courserin und eifrig auf der Rennbahn unterwegs, sie ist auch die wundervolle Mutter des R2 Wurfs Superfly’s, eine liebenswerte Familienhündin, aber
Jeannie ist nicht nur Schönheitschampion sondern vor allem Champion aller Herzen, die sie kennen.

Ich wünsche Gerda so sehr, dass ihr Jeannie noch lange gesund und munter erhalten bleiben darf.

Von wegen Showdogs

Immer schon habe ich mich darüber geärgert, wenn schöne Whippets, die auch an Ausstellungen erfolgreich waren, als sogenannte Showdogs bezeichnet wurden und werden.

Weder Superfly’s noch Koseilata’s hatten jemals Showdogs, noch die Absicht, Hunde für die Show zu züchten oder für die Show zu halten!

011Dr.Watson (Koseilata’s Otis Redding), Foto:View of Souls Andrea Willers

Hier werden einfach Begriffe verwendet, die diskreditieren sollen. Zu deutsch: etwas in Verruf bringen; jemandes Ruf, Ansehen schaden. Das gilt und galt nicht nur für Whippets, sondern auch für Greyhounds, wenn sie nicht vornehmlich als Rennhunde auf der Rennbahn laufen und/oder erfolgreich sind oder waren.

16_10_09Internationaler Coursingchampion Koseilata’s Kilimandjaro Kedira, Foto:Eva-Maria Krämer

Solange ich in der Windhundszene bin (seit 1974) höre ich die Sprüche und die damit verbundene Abwertung und auch die teilweise erlebten Auswirkungen.

Wenn Whippetbesitzer mit einem Hund von uns zum Training gehen wollten oder teilnahmen oder bei Renn- oder Coursingveranstaltungen dabei waren, fielen immer Bemerkungen in diese Richtung und es wurde damit ganz schamlos öffentlich die Leistungsfähigkeit nicht nur in Frage gestellt, sondern sie wurde von vornherein den Hunden abgesprochen:

„Showdogs können doch nicht rennen“

Was sind überhaupt Showdogs?

Unsere Whippets leben 365 Tage im Jahr mit und bei ihren Menschen in der Familie auf dem Sofa, sind tägliche Begleiter und können ihren Bedürfnissen nach Freilauf und Sprints nachkommen, trainieren ihre Herzen und Muskeln, werden an Leib und Seele geliebt und gehegt. Wenn sie dann an 4 oder 5 Tagen im Jahr an einer Ausstellung 5 oder 10 Minuten im Ausstellungsring erscheinen, dann macht das einen Showdog aus?

Diese fälschlicherweise als Showdog beschriebene Whippet erfüllt nicht die Voraussetzungen für einen Showdog im tierschutzrelevantem Sinne, denn er:

  • lebt nicht in kennels,
  • nicht in Käfigen,
  • hat keinen Profihandler,
  • wird nicht von Show zu Show gekarrt,
  • weder in andere Länder geschickt, um dort ein Championat zu vollenden
  • noch ausschließlich für den Erfolg im Ring gezüchtet.

Im Gegenteil sind Superfly‘ s und Koseilata’s von Anfang immer sehr gute Courser gewesen mit Leidenschaft und Können, Eifer und Fähigkeiten, twist und turns so aufzuführen, wie es von einem Whippet erwartet wird und sind so gebaut, wie genau die rassetypischen Eigenschaften es erfordern, damit der Whippet ein effektiver Kaninchenfänger auch nach Jahrzehnten der Zucht bleiben kann.

Auch auf der Rennbahn zeigen sie Ehrgeiz und Hetzeigenschaft. Bei meinen Hunden steigert sich das sogar so, dass sie gar nicht zu bändigen sind, wenn sie nur den „Hasen“ hören geraten sie außer Kontrolle. Von wegen Showdogs 😉 .