Ihr Whippet, Ihr Schatten?

Wenn unser Whippet uns stets unauffällig überall hin folgt oder einfach immer da ist, dann reden wir oft davon, dass er wie ein Schatten ist. Als Eva-Maria Krämer über ihren Nikki schrieb, las man:

„Nikki war mein Schatten – meine Seele – vom ersten Tag an.“

Es ist ein schönes Zeugnis, wenn Menschen so von ihrem Whippet sprechen. Aber auch Fotos sagen sehr viel aus.

Whippets im FreilaufSpaß der Whippets fotografiert, mit langen Schatten, Daja mit Mutter Lilly

Auch sind die vielen Fotos, die von den Whippets aus reiner Freude geschossen werden, ein Beleg dafür, wie sehr Menschen ihre Whippets mögen. In fast allen Stellungen und Bewegungen, ob beim Flitzen oder Schlafen, es gibt unzählige Whippetfotos, die keinen künstlerischen Anspruch haben, mit denen die Fotografen eigentlich nur ausdrücken wollen, dass ihnen alles!! an ihrem geliebten Whippet gefällt.

Whippets mit SchattenOmnia mit Clooney im Gleichschritt und ihren Schattenbildern

Redewendung

Es gibt Menschen, die über ihren eigenen Schatten springen können, die etwas tun, was sie sonst nie tun würden, die sich überwinden und über ihre Möglichkeiten hinaus gehen. Genauso Whippets, sie können das mit Leichtigkeit, sie haben Courage.  Staunen wir nicht oft darüber?

Das folgende Foto passt wunderbar. Ein perfekter langer Schatten, den  Koseilata’s Moody Blues wirft.

Koseilata's Moody Blues mit SchattenMoody mit seinem eigenen Schattenbild, Foto: Martina Hessel

Im Jahresrückblick gab es sicher Situationen, wo jemand über seinen eigenen Schattenspringen musste, ob er wollte oder nicht.

Für das Neue Jahr wünsche ich allen Menschen Mut und einen, wenn nötig, rasanten Sprung über den eigenen Schatten. Und ich wünsche auch, dass sein Whippet oder seine Whippets dabei sind.

Allen einen guten Rutsch!

 

Hundehaltung ein Menschenrecht ?

41dV7pAas8L._SX319_BO1,204,203,200_Ich lese gerade das Buch Hund & Mensch von Kurt Kotrschal, Professor an der Universität Wien, das hochgelobt wurde in den Rezensionen.

Vielleicht bin ich auch viel zu tief in der Materie Hund&Mensch verankert, dass ich keine Ohs und Ahs beim Lesen hervorbringen kann. Kotrschal hat zu dem eine völlig andere Weltsicht und es stört mich einfach beim Lesen.

Was interessant ist, sind seine Ausführungen zu den Mensch-Wolf-Hund Beziehungen und sein Plädoyer für die Hundehaltung. Deshalb möchte ich das Buch empfehlen, das im Zentrum  getroffene „objektive Aussagen“ über Hunde enthält.

Sellenverwandtschaft ist Fakt

Dass eine Seelenverwandtschaft zwischen Mensch und Hund besteht, dass wissen wir langjährigen Hundefreunde eh.

Wie viele Menschen habe ich kennengelernt, die wirklich einen Hund dringend gebraucht haben, die wirklich in einer wundervollen Einheit mit ihm gelebt haben und leben, wo sowohl Hund&Mensch von einander profitieren.

Wie viele unserer Whippets gerade in dem Moment zu ihren passenden Menschen gekommen sind, als sie sie am dringendsten brauchten, habe ich oft geschrieben. Von der emotionalen gegenseitigen Verbundenheit leben einige Menschen noch, die sich längst wegen sozialer Isolation oder Krankheit aufgegeben hätten.

Die Lebensfreude und das gemeinsame Erleben in der Natur und eben alles, was einen Hund ausmacht, sind natürlich ein besonderes Highlight. Dann wenn der Hund um seines einzigartigen Wesens willen geliebt wird und Struktur, Aufgabe und  Bewegung, soziale Kontakte, Aufmerksamkeit und Fröhlichkeit in das Leben seines Menschen bringt, kann auch seine Leichtigkeit den Alltag versüßen.

welpeundhand.JPGMensch&Hund, Welpe Superfly’s Razzmatazz pfötelt

Wie oft habe ich die strahlenden Gesichter glücklicher „Hundeeltern“ gesehen, wenn sie über ihren Hund erzählen. Und genauso die Traurigen, die keinen Hund halten dürfen, gerade einen verloren haben oder nicht mehr halten können.

Die soziale Intelligenz und Kooperationsbereitschaft der Hunde ist zwar direktes Wolfserbe, aber Hunde stellen sie eben in den Dienst der Menschen.

fasst es Kotrschal zusammen. Genau das ist es. Hunde dienen uns. Auch wenn sie nicht als „Gebrauchshunde“ gehalten werden, so brauchen Menschen Hunde als Familienmitglieder,  Gesellschafter, einfach als Lebewesen mit den vorbildlichsten Fähigkeiten zur Teambildung und als sozialer Gefährte und Hunde sind dazu allzeit und bereit und brauchen ihrerseits den Menschen.

Also wäre die logische Forderung: Hundehaltung als Menschenrecht auch aus wissenschaftlicher Sicht bestätigt.

Problematische Umfrage

Es gibt eine Gesundheitsumfrage für Whippets. Wie das so mit Umfragen ist, sie sind nicht repräsentativ und äußerst problematisch. Jeder Besitzer hat eine andere Sicht auf die Dinge.
Die meisten Whippets leben glücklich in der Familie und selbst der Züchter erfährt nichts.  Außer:  Wenn der Hund verstorben ist und dass auch nur selten. Wenn der Züchter großes Glück hat, und der Besitzer sich in seiner Trauer an die Welpenzeit erinnert,  dann gibt es öfter eine Nachricht, dass der Whippet vielleicht 14 Jahre alt geworden ist und immer gesund war. Ist ja auch schon einmal etwas.

Es gibt keinen Zwang zum Kontakt halten

Es braucht alle Daten, damit eine Aussage in der Breite für die Rasse getroffen werden kann. Nicht nur kranke oder problematische Fälle, sondern auch alle gesunden Whippets müssen natürlich einfließen, damit das Bild nicht schief wird. Aber das ist bei einer Gesundheitsumfrage nicht zu erwarten!

Die Suche nach Daten ist wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen.
Ein wirklich repräsentatives Ergebnis kann es einfach nicht geben,aus mehreren Gründen.
1.Zu wenige gesunde und unauffälige Whippets werden gemeldet
2.Ausschließlich werden Whippets gemeldet mit Gesundheitsproblemen
3.Zu unterschiedlich ist die Beurteilung durch den Besitzer
4.Zu subjektiv ist die Entscheidung, wann der Tierarzt eingeschaltet wird
5.Zu widersprüchlich ist die Beurteilung eines Gesundheitszustandes
6.Überwiegend werden schwere Erkrankungen gemeldet

Nicht die Beispiele vergessen, wo Hunde durch die übereilte, überzogene Tierarztbehandlungen, je nach übervorsorglicher Fehleinschätzung, regelrecht krank therapiert oder geredet wurden. Denn das gibt es mehr als genug. Fragen Sie den Tierarzt Ihres Vertrauens.

daten.jpg …oder wie hier nach einer Kreuzotter ;-). Superfly’s John Lee Hooker, S’s Krita, S’s Omnia und S’s Shiphra

Bei unseren Whippets gibt es aber tatsächlich sehr viele, die den Tierarzt nur zum Impfen und bei Verletzungen sehen. Tauchen diese Whippets in einem Gesundheitsfragebogen auf?

Nichtsdestotrotz wird vom DWZRV ein Gesundheitsfragebogen zum Gesundheitszustand der Whippets bereitgestellt und alle Halter sind willkommen,  den Vordruck auszufüllen. Unanhängig von Vereinszugehörigkeit ist jeder Whippetbesitzer eingeladen Angaben zu machen, und nicht nur die Problemfälle. Genau das wird aber das Problem sein, dass alle gesunden Whippets gar nicht erst auftauchen. Wie denn auch? Warum sollte ein Hundebesitzer zu einer Gesundheitsumfrage Stellung nehmen, wenn er nichts zu melden hat.

Den Fragebogen finden Sie hier.