Welpenerziehung – wie am besten?

1.Teil
Wie schnell die Welpen die Gesten, das Knurren, die Spielaufforderung oder jegliche Form der innerartlichen Kommunikation erlernen und unterscheiden können, ist einfach faszinierend. Wen wundert es dann, dass sie auch uns Menschen sofort an Mimik, Körperhaltung, Stimmungslage völlig korrekt einschätzen können. Sie sehen mit ihren Augen alles, was wir überhaupt nicht wahrnehmen. Das Auge dient zum Sehen aber auch zum Gesehen werden und hat eine wichtige Funktion in der innerartlichen Kommunikation.

Whippetauge Superfly's Tabitha
Superfly’s Tabitha „spricht“ mit den Augen: genauso wie ein Welpe seine vierbeinigen „Autoritäten“ beobachtet, genauso macht er es mit seinem Menschen

Wie oft wundern wir uns, dass uns ein Welpe um die Finger wickeln kann. Alles was für ihn wichtig, ja überlebenswichtig ist, erlernt er in frühester Jugend von seinen erwachsenen Rudelmitgliedern.

Der Welpe lernt durch Beobachtung

Welpenerziehung sollte sich möglichst an dem Vorbild der Hunde orientieren und es sollte sowohl Blick, als auch Stimme und wenn alles nichts hilft auch der Griff imitiert werden. Das Entscheidende ist immer die Konsequenz. Wir Menschen fürchten zu oft um das Vertrauen des Welpen und lassen viel zu viel durchgehen. Ein NEIN muss immer ein NEIN bleiben. Wenn der Welpe aus einem guten „Stall“ kommt, in dem er all das schon gelernt hat, dürfte sein Vertrauen in den Menschen nicht so leicht zu erschüttern sein.

Hunde untereinander belohnen nicht für Erlaubtes, sondern mahnen und bestrafen für Unerlaubtes. Was ist also unerlaubt? Unerlaubt ist der respektlose Umgang mit einer Autorität. Auf den Menschen bezogen: Wenn der Welpe unentwegt an den Kleidern zerrt, in die Hände beißt oder einfach auf dem Arm durchdreht und nicht stillhält. Stillhalten lernen die Welpen unter den erwachsenen Hunden als Erstes.

Eine kleine Fotoserie zum Thema: Wenn Blicke töten können…

Whippetwelpe mit MutterSuperfly’s Tabeal will sich an Mutter Superfly’s Omnia heranmachen, sie schaut weg, wodurch er ermutigt ist

Whippetwelpe will spielenTabeal macht durch Hopsen auf sich aufmerksam, Omnia bleibt demonstrativ abgewendet, die Ohren zurückgelegt

Whippetwelpe fordert seine Mutter heraus
Omnia hebt den Vorderlauf und schaut Tabeal</ an, dieser springt sogleich zur Seite

whippetsOmnia fixiert den Kleinen und leckt sich die Lippen, Tabeal< macht sich klein und lässt Omnia nicht aus den Augen

WelpenerziehungOmnia steht und wendet sich Tabeal zu, fixiert ihn und leckt sich deutlich die Lippen, Tabeal fällt vor Schreck fast um

whippets eben Daraufhin wendet Omnia Blick und Körperhaltung weg von Tabeal und er springt auf in ihre Richtung, aber Omnia hat noch ein Ohr aufgerichtet und den Vorderlauf wieder auf „Achtung“ erhoben

whippeterziehungTabeal macht sich klein aber beobachtet genau, Omnia stellt den Fuß auf und schließt die Augen „Entwarnung“

WhippetwelpeOmnia schaut über Tabeal hinweg und macht die Mundwinkel lang, Tabeal beobachtet das und startet seine Annäherung erneut

Whippetmutter erziehtOmnia wendet sich ab und Tabeal kommt sogleich aus sich heraus

whippetsOmnia mit freundlichem Gesicht, langen Mundwinkeln, Tabeal bleibt hinter ihr und folgt

WhippeterziehungSituation ist geklärt und Tabeal bleibt entspannt und hält sich zurück

WhippetTabeal hat gelernt und alles ist wieder im Lot

Welpen brauchen eine absolute Zuverlässigkeit. Welches Knurren müssen sie ernst nehmen, welches Knurren gehört zum Spiel, welcher Blick ist eine Warnung, wann bin ich sicher?

Da wir Menschen das gar nicht können und auch meistens gar nicht konsequent sind (weil die Welpen ja so niedlich sind 😉 ) fällt es uns auch umso schwerer einen Hund zu „lenken“. Was innerhalb der Rudelgemeinschaft scheinbar wie von selbst funktioniert hat etwas mit der aufmerksamen Beobachtung der Welpen zu tun. Denn sie sind es, die sich einordnen müssen. Sowohl in die Hundegemeinschaft als auch in die Familie des Besitzers.

Mehr über die innerartliche Erziehung im 2.Teil.

wird fortgesetzt

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