Wenn Hunde wie wir wären

Vergebung –  ist ein Wort, mit dem wir viel zu oft Schwierigkeiten haben. Für unsere Hunde ist das gar kein Problem.

Denke ich an den Streuner Pulce aus Neapel, bei dem nur ein freundliches Wort dazu führte, dass er sich sofort am mich hängte, obwohl er noch die offenen Wunden an seinem Körper hatte, die ihm geschlagen wurden, dann versteht man ein kleines bisschen davon, was ich sagen will. Auch ein verschüchterter und verstörter Hund wird er bei einer liebevollen  Behandlung und geduldigen Eingewöhnung seinen Menschen vergöttern. Da ist alles vergeben und vergessen, was einmal war.

Eine vertrauensvolle Bindung von Hund zu Mensch zeigt sich darin, dass der Hund immer seinem Menschen zugewandt ist, Ulla mit Koseilata’s Whippets  Foto: Nele Ellerich

Und wie ist es bei uns Menschen? Da ist irgendwann einmal etwas passiert in unserem Leben, da hat jemand einmal etwas falsch gemacht, da hat jemand einem sehr schweres Leid zugefügt, oder es wurde einfach nur so empfunden….kommt da immer noch Wut hoch oder immer noch ein Wunsch nach Vergeltung auf? Sind wir immer noch sauer, auf etwas, dass das ganze Leben unterschwellig bestimmt? Obwohl so jeder seinen eigenen Beutel zu tragen hat, zählt ja meist das, was der andere getan hat viel, viel schwerer.

Nun, der Hund ist kein Mensch und ich denke wir unterschätzen die Tiere. Sie haben auch ein Gedächtnis, was wir als Hundebesitzer alle gut bezeugen können. Aber sie können einfach nicht in Gedanken nur um sich selbst kreisen 😉 .

Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst.
Josh Billings

Vergebung ist der Schlüssel zur Lebensfreude

Das Erheben über den Schuldigen oder das Abschieden der Schuld auf den anderen, das ist es, was Menschen krank und verbittert macht. Wie viele Verbitterte gibt es doch um uns herum. Sie machen nicht nur anderen, sondern sich selbst das Leben unnötig schwer. Das Vergeben ist es, das froh und strahlend macht.

Wären Hunde wie wir, würde das erwartete Begrüßungsritual, das Schwanzwedeln und Auf-uns-zu-Rennen ausbleiben, das Anstupsen und Anschauen ebenfalls. Stellen Sie sich vor, sie würden uns eine ungerechte Behandlung niemals vergeben. Wie hart würde uns das treffen? Und vor allem…wir wären uns wahrscheinlich – wieder mal – keiner Schuld bewusst 😉 .

WhippetsAusforschende Blicke – John mit der entzückenden Diva-Tochter Omnia vor 6 Jahren

In diesem Sinne wünsche ich allen einen besinnlichen, aber auch fröhlichen 2.Advent. Freuen wir uns an unseren Whippets, dass sie nicht so sind wie wir.

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