Issum Show

Eva Maria Krämer berichtet von der Ausstellung in Issum. Alle ausgestellten Koseilata’s waren platziert. Kedira erhielt in der Gebrauchshundklasse V1.

kediraissumEMKCh. Koseilata’s Kilimandjaro Kedira vorgeführt von Christa Riebel, Foto: Eva-Maria Krämer

Die kleine Daya (Koseilata’s Satiya Hidaya) konnte in der Zwischenklasse V 2 erringen und wurde ebenfalls von Christa gehandelt.

dayaissum EMK.jpgleichtfüssiges Gangwerk von Daya, Foto: Eva-Maria Krämer

Den kompletten Beitrag können Sie unter Erfolgreicher Familientreff in Issum lesen.

Was Eva da anspricht, bezüglich der langen Wartezeiten für einen kurzen Auftritt im Ring,  ist in der Tat sehr anstrengend für Mensch und Hund, wenn man auch noch eine lange Anreise hat, noch schlimmer. Und bis dann die Papiere und Berichte ausgehändigt werden, kann dann noch weitere Stunden dauern.

Einlasszeiten

Warum keine unterschiedlichen Einlasszeiten, wie bei VDH und anderen Zuchtvereinen? Bei CACIB Schauen müssen die Zeitpläne veröffentlicht werden und der Beginn des Richtens auf der Teilnahmebestätigung des VDH’s aufgeführt werden.

Aus der VDH Ausstellungsordnung:

Screenshot_2019-03-17 Ausstellungs-Ordnung pdf

Angepasste Einlasszeiten an den Beginn des Richtens der Rasse wären sicher sinnvoll und würden zu einer enstspannteren Atmosphäre beitragen und neue Aussteller gewinnen können. Dann spielt es keine Rolle mehr, ob unsere Rasse mit W beginnt 😉 .

singhaissumemkKoseilata’s Simba Singha erhielt ebenfalls V 2 in der Zwischenklasse, Foto:Eva-Maria Krämer

Mit einfachem Zeitplan und angepassten Einlasszeiten wären sicher auch die Hunde einverstanden.

Wesenssichere Whippets züchten

Wie entsteht ein wesenssicherer Whippet oder anders gefragt: Gibt es überhaupt Möglichkeiten das Wesen eines Hundes zu beeinflussen?

Nun muss ich  wieder auf Superfly’s Omnia zurück kommen, aber sie liefert uns ein perfektes Beispiel. Wie im Beitrag Freie Welpenaufzucht nachzulesen ist, entstammt Omnia einem dieser Würfe, die im Experiment standen.

oceandivaDiva mit Söhnchen Ocean Dream

Ihre Mutter Diva war absolut wesenssicher in ihrem Verhalten gegenüber Hunden. Sie war eine absolut entspannte Mutter, leicht gebärend und fürsorglich, kurzum instinktsicher in Gebär- und Brutpflegeverhalten.

Zuverlässige Fürsorge waren Omnia doppelt gewiß. Omnia konnte bereits durch Prägung zur Mutter Diva und der jederzeit einspringenden Tante Krita , die liebend gern die Ersatzmutterrolle übernahm, eine vertrauensvolle Bindung zu den Hündinnen aufbauen. Emotionale Sicherheit ist die Grundlage für Bindungsfähigkeit und damit auch für wachsendes Selbstvertrauen.

Ebenso zuverlässig und entspannt war Omnia was Geburt- und Brutpflegeverhalten betreffen, wie in dem Foto unschwer zu erkennen ist.

newbornpuppiesOmnia mit ihren neugeborenen Welpen…Beine hoch und Rückenlage, was kann mir passieren

Mit zunehmendem Alter der Welpen, die sich frei von unnötigen Ängsten entwickeln konnten, war Omnia dann auch ihre Erzieherin und Ausbilderin zum Beispiel bei der Mäusejagd. Welpen brauchen Herausforderungen und vielfältige Lernerfahrungen, Aufgaben, die sie bewältigen können, das stärkt wiederum das Vertrauen und gibt Sicherheit, letztendlich Selbstsicherheit. Wenn die Hundemütter das übernehmen können und dürfen, verschafft das neue Lernbereitschaften.

IMG_7715.jpgTochter Shiphra als Welpe, die ebenfalls eine wesenssichere Mutter ist

Die wesenssichere Mutterhündin ist ein Muss

Fürsorge muss für die Welpen eine Garantie sein. Zuerst garantiert die Mutter und ggf. die anderen Hündinnen, dass Brutpflege und Versorgung zuverlässig und zeitnah die Bedürfnisse der Welpen bedienen.

Welpen erkennen m.E. den Unterschied, ob es ihre Mutter ist oder nur eine „Tante“. Hier ist Diva bei den Welpen von Ufo und der kleine „Corey“ starrt sie interessierter an als seine ihm vertraute Mutter.

not my mum du bist nicht meine Mum…scheint Superfly’s Little Red Corvette (Corey) zu denken

Wenn die Welpen selbstständig werden und allein fressen können, dann hat die Aufgabe der Fürsorge mit gleicher Aufrichtigkeit und Hingabe der Züchter zu erledigen. Und m.E. hat das nicht anstelle von der Mutter,  sondern parallel mit der Mutter erfolgen.

„Ausgelutschte“ Mutterhündinnen?

Die erzwungene Trennung von Mutter und Welpen halte ich für gegenläufig zur normalen schrittweisen Entwicklung. Warum muss die Entwicklung der Welpen, die wie wir sehen eng an die Mutter gebunden sind, durch menschliches Eingreifen jäh unterbrochen werden? Weil die Hündin schnell wieder an die Show oder den Sport soll? Dann sollte man nicht züchten.

Meine Hündinnen haben immer so lange gesäugt, wie sie es selbst zugelassen haben…und natürlich hatte sich bei allen das Gesäuge schnell und perfekt zurück gebildet. Ich habe selbst noch keine ausgelutschte Mutterhündin erlebt.

IMG_6994Omnia lässt es gerade noch zu

Wesenssichere Hündinnen legen den Grundstein für wesenssichere Welpen von Generation zu Generation, sofern auch die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. In dem verlinkten Artikel sind die wichtigsten Punkte erläutert und in einer klaren Übersicht aufgelistet: Dieser Artikel sichere Bindung – sicheres Wesen müsste zur Grundaustattung aller Züchter gehören, hier sind alle Punkte zusammen gefasst, wie sicheres Wesen entsteht!

Zuchtvereine und Zuchtwarte sollten ihn sich an die Wand pinnen oder besser noch in die Zuchtordnung aufnehmen.

Von Hundemüttern lernen

Hundemütter schaffen für ihre Welpen im Spiel wichtige Lernerfahrungen und sogar neue Herausforderungen, wo sie Stress ertragen lernen, Beharrlichkeit üben, Zielstrebigkeit entdecken, Neugier und Lernbegierigkeit wecken können.  Das Spiel fördert nicht nur die Bindung, sondern vermittelt den Welpen Frustrationsgrenzen zu erhöhen und daraus Erfolge zu verzeichnen, die wiederum die Selbstsicherheit steigern. Das so in Kürze zusammengefasst.

TuU_03Joe mit einem ihrer Welpen in spielerischer Lernaktion…Ausharren lernen, Foto: Eva-Maria Krämer

Fotoserien helfen kleine Einblicke zu bekommen, wie eine instinktsichere Hundemutter mit ihren Welpen agiert.

Omnia ging mit ihren Welpen  auf Mäusejagd und zeigte ihnen alles, was sie fand und motivierte die Kleinen zum Nacheifern und Erproben der eigenen Fähigkeiten und Ideen.

Beispiel 1

Omnia bringt ihren Welpen einen Putzlappen. Keine Ahnung wo sie den geklaut hatte.

IMG_7789.jpgSamuel (Sammy) und Silas (Vayu) springen sofort an

IMG_7790Omnia hält fest…und weckt Begehrlichkeit..

IMG_7793.jpg..die Welpen dürfen zupacken…bis Omnia entscheidet..

IMG_7799zack…weg ist sie mit dem Teil…die beiden Kleinen mit fliegenden Ohren hinterher

IMG_7800Samuel ist schon dran…und Sarah wird aufmerksam

IMG_7801oh ein Zaubertuch…Omnia bleibt zurück und lässt Samuel die Chance

IMG_7803Was für ein Erfolg für Samuel…er hat jetzt das begehrte Objekt und flitzt damit davon und Bruder Silas will es auch

IMG_7804Samuel ist dann mal Sieger…er hat Beute gemacht!

Beispiel 2

Omnia hat wieder etwas gefunden und angeschleppt, eine leere Futtertüte.

IMG_7233wie nur an einem Zahn trägt sie die Tüte..unübersehbar..

IMG_7239Omnia inspiziert und  Sarah wird neugierig

IMG_7240 Omnia bei der beharrlichen Untersuchung…Sarah macht es nach..

IMG_7245das lassen sich die anderen nicht entgehen…

IMG_7247 erst alle Antreten lassen und dann gibt:s das Kommando: Nase weg knurrt Omnia.

IMG_7254.jpg Die Verwarnung hat gereicht, nun überlässt die Mutter allen Welpen die Tüte

Was Whippetbesitzer hieraus lernen können

Die Welpen haben gelernt, dass Mutter sie in diesem Alter mit Interessantem versorgt, dass sie neue Erfahrungen machen, die auch mit Respekt und „Gehorsam“ einhergehen, dass sie lernen müssen, dass Mutter ihnen überlegen aber auch immer gut gesinnt ist, und dass Spielsequenzen positiv für sie enden. Sie lernen auch Schritt für Schritt mit Frust umzugehen, damit sich keine unnötigen Aggressionen oder Ängste entwickeln. Mutter Omnia  ist immer eine Garantie für Fürsorge.

Es gäbe noch viel mehr Beispiele, aber nicht immer gibt es leider auch passende Fotos. In jedem Fall ist die Beobachtung der Hunde immer wunderbar, interessant und lehrreich. Denn wir können viel davon lernen, wie wir mit unseren Whippets bestmöglichst umgehen sollten. Eine soziale Bindung kommt nicht durch Überfrachtung oder Lieblosigkeit zustande, auch nicht durch Leine oder Futterbeutel, sondern durch die gewachsene Beziehung durch beständige Fürsorgesicherheit, gemeinsame positive Unternehmungen und vor allem souveräne Unaufgeregtheit im Agieren. So wie es Omnia hier zeigt.