Unglaubliche Whippetmütter

Unsere Whippets sind großartige Hundemütter, die immer ihre Fürsorge nicht nur besonders ausgelebt haben, sondern sie sogar an fremde Welpen verteilten, selbst dann, wenn sie gar nicht selbst Mutter waren.

dreimumsim Uhrzeigersinn rechts Mutter Superfly’s Krita mit ihrem Superfly’s Q2 Wurf, Omnia und Diva

Hier liegen Welpen mit drei „Müttern“ zusammen in einem Körbchen und es sieht aus, als würde alles drunter und drüber gehen. Superfly‘s Krita ist die Mutter des Q2 Wurfs Superfly‘s und mit im Korb liegen ihre Assistentinnen, sozusagen die Tanten, die die Aufzucht mit übernehmen. Ein bestens funktionierendes Rudel.

Das war schon damals mit Pebbles (Magadha Gracious) und  Superfly’s Kitty Pampers so und setzt sich heute fort.

natürlich natürlich

Welch großes Glück ist es, dass man das Aufwachsen in einem Familienrudel miterleben darf und welch wahre Freude zu sehen, wie wunderbar alles klappt und wie harmonisch es zugeht, wenn die Hunde die Gelegenheit bekommen, sich so frei wie möglich zu verhalten und zu entwickeln.

Hier teilen sich Krita und Mutter Omnia den Superfly’s T2-Wurf gerecht. Tatsächlich bekommen die „Tanten“ Milch und somit haben die Welpen zwei Milchbars zur Verfügung.

zweimütterMutter Superfly‘s Omnia mit ihrem T2 Wurf und Krita säugt sie mit. Omnia und Krita sind Halbgeschwister über Diva (Dreamchamber Easy To Love)

Krita z.B. ist diese Art Übermutter, die sich auch Welpen aus anderen Zuchtstätten und anderen Rassen annimmt. Hier mit der kleinen Podengo Portugues Hündin Harmonia.

kritaharmoniaKrita mit Harmonia von den Rottentotten

Und bei dem C-Wurf Kjuay’s lässt sie es sich nicht nehmen die Tante zu sein, immerhin ist ja auch hier Superfly’s John Lee Hooker der Vater 😉 .

kritamitfremdwelpenKrita thront inmitten der Kjuay-Welpen und sieht nicht so aus, als würde es ihr mißfallen

Ticken unsere Whippets normal? Ja, natürlich, es sind Whippets eben.

 

 

 

Whippetzucht mit Leidenschaft

F6 kennt man vom Regal an der Kasse. Eine Zigarettenmarke aus der ehemaligen DDR. Aber F6 ist auch die Beschreibung für die Anzahl der Würfe eines Zwingers.

20181107_144836Holger Bunyan mit seinem P1 und Q1 Wurf Koseilata’s, Züchterleidenschaft

Für diejenigen, die das nicht wissen sollten:

Jeder Züchter beginnt normalerweise beim ersten Wurf in seiner Zuchtstätte mit dem ersten Buchstaben des Alphabets. Das Alphabet hat 26 Buchstaben. Wenn das erste Alphabet durch gezüchtet ist, d.h. 26 Würfe gefallen sind, dann beginnt das zweite Alphabet. Und damit man später die Hunde mit den jeweiligen Anfangsbuchstaben dem korrekten Wurf zuordnen kann, werden die Würfe mit A1 und A2 gekennzeichnet.

Nein, bis F6 werden wir in unserem ganzen Leben nicht kommen können, denn Koseilata’s ist eine kleine, reine Liebhaberzucht.

Nach 26 Jahren Koseilata’s Whippets stehen im nächsten Jahr die T2 und U2 Würfe an. Um F6 zu erreichen, müssten 92 Würfe gezüchtet werden, also mehr als doppelt so viele, wie in den ganzen 26 Jahren davor.

Eine kleine Rechenaufgabe: Wenn der Züchter in 26 Jahren 44 Whippetwürfe gezüchtet hat, wie viele Jahre braucht er dann für 92 Würfe….  ? 😉 .

Kleine Liebhaberzucht mit Züchterleidenschaft

Eine Liebhaberzucht nach unserem übereinstimmenden Verständnis sollte zwar professionell mit Sachkenntnis und auch Ernsthaftigkeit betrieben werden, muss jedoch für Holger im selbst beschränkten Rahmen bleiben. Für ihn wie auch für mich, braucht es Zeit und viel Muße, damit man den Welpen nicht nur gerecht wird, sondern sich auch individuell mit ihnen beschäftigen kann.

EMK_1477bWelpentest mit Holger Bunyan, Foto:Eva-Maria Krämer

Folgende Beobachtungen, Tests und Dokumentationen werden bei einem Wurf vorgenommen:

  • Frühwelpentest im Alter von 1-3 Tagen
  • Entwicklung der ersten drei Lebenswochen
  • Dokumentation ab der vierten Lebenswoche
  • Sozialisierung und Dokumentation
  • Sechs-Wochen-Welpentest

Dann kann eine genaue Beschreibung zu einem jeden Welpen zuverlässig sein. Damit sich der passende Welpe zu dem passenden Besitzer findet, muss der Züchter jeden einzelnen Welpen und seine Charakterzüge schon früh erkennen.

Der Erfolg zeigt sich darin, wenn die Welpen bei ihren Familien bleiben und Mensch & Hund ein wunderbares Team bis zum Ende des Lebens bleiben können.

Emotionen und Ratlosigkeit

Fängt nicht alles mit Emotionen an? Aber sicher doch! Wir sind verknallt und verschossen nicht nur in die Sommerprossen unserer Whippets, die es übrigens gibt.  Bei Weißschecken zeigen sich die Pünktchen. Wie hier bei Joe.

josephine_02Koseilata’s Josephine Baker(Joe) mit einem ihrer Welpen den sie konsequent unterordnet

Sicher können hier alle Besitzer vollmundig JAAAA rufen.

Emotionen sind die Hauptmotivation der Hundehaltung  von Whippets, auch wenn sie als  Familienhunde ausgesucht werden und keine großen Ambitionen für sportliche Wettbewerbe vorherrschen.

20181021_143510.jpgSuperfly’s G-Wurf vom 9.8.1988 in dem auch Holger’s Superfly’s Gentle Glitter fiel

Emotionen als Verhinderungsgrund

Wie oft hört man: „Mein Hund will das aber nicht“ oder „Das lässt er sich nicht gefallen“.  – Wie das? Er hatte doch schon alles als Welpe während der Aufzucht gelernt…

  • sich anfassen lassen
  • untersuchen lassen
  • stillhalten
  • Zahn-, Ohren- und Pfotenkontrolle
  • Rückenlage
  • auf dem Tisch stehen

Natürlich versucht der Welpe seinen neuen Besitzer auszutesten und wenn er mit seinem kleinen Schädel durch kommt, dann speichert er das ab. Und genau hier kann es dann im Alter dazu führen, dass der Hund sich einer notwendigen Behandlung durch den Besitzer widersetzt und sich eben nicht mehr fügt. Dieser lässt es dann durchgehen und durchgehen, weil er es „ihm nicht antun kann“. 😉

Und wenn dann einmal wirklich Not am Hund ist, dann heißt es: „Was soll ich nur machen, der Hund hält nicht still?“ Und als Zuschlag kommt dann „Und vor dem Tierarzt hat er Angst“...uiii da haben wir ein Problem, vor allem für den Hund selbst.

In vielen Fällen muss der Besitzer im Leben seines Hundes einfach an- und zupacken können. Da haben dann Emotionen erst wieder Raum, wenn die Lage unter Kontrolle ist.

Ich weiß…einige können es einfach nichts übers Herz bringen, von einem Hund so harmlose Dinge zu verlangen.

Einfacher Hinweis

Damit es nicht soweit kommt, sollte jeder Neubesitzer seine rosarote Brille ab und an zur Seite legen und einmal all die oben erwähnten Punkte durchexerzieren. Dann lernt der Welpe, dass es völlig normal ist und er auch DAS alles bei seinem neuen Besitzer machen muss.

Ebenso kann natürlich auch mit erwachsenen Hunden verfahren werden. Konsequenz ist entscheidend und das Timing. Beim Antrainieren den Moment abpassen, wo der Hund genau das macht, was er soll und dann sofort loben und abbrechen. Die ganze Sache nach ein paar Tagen wiederholen, die Dauer ausdehnen bis er sich gewöhnt hat und alles zur normalsten Sache der Welt für ihn wird.

Wichtig: Nicht der Hund bestimmt was zu tun ist, sondern Sie.