Moody hat’s auch drauf

Als Jungrüde hat sich Moody (Koseilata’s Moody Blues ) der Welpen des Koseilata’s N2-Wurfs angenommen und da ist er ganz genau in der Nachfolge von Superfly’s Gentle Glitter, der ganz verrückt nach Welpen war und sie eifrig geputzt hat bis zu Superfly’s John Lee Hooker, der sogar Hebammen-Hilfsdienste leistete, danach allerdings mehr als Lehrer und Erzieher tätig war. So duldete er nicht, dass sich ein Welpe zu dicht an ihn kuschelte. Interessant, wie unterschiedlich sie alle sind.

img_5229Moody als Youngster, Foto: Martina Hessel

Es ist in der Tat erstaunlich, dass es einige Rüden gibt, die auch gern die Welpen „bemuttern“. Nun freut mich sehr, dass auch Moody sich zu Welpen hingezogen fühlt.
Die Welpen sitzen ganz brav und „staunen“ Moody an.

pb070018Moody stellt sich vor und die Kleinen „Staunen“, Foto: Martina Hessel

Ok, Moody macht sich erst einmal klein und nähert sich in der Spielhaltung. Das werden die Welpen doch verstehen?

12345Moody fordert die Welpen auf und hat sich klein gemacht, Foto: Martina Hessel

So ermuntert lassen sie es sich nicht zweimal sagen und untersuchen den „Onkel“ genauer.

pb070009Neugier ist die Triebfeder des Lernens, Foto: Martina Hessel

Aber zu frech dürfen sie auch nicht sein, spielerisch wird auch gleich ermahnt.

pb070013Moody zeigt, wer der Ältere ist und bringt den Kleinen Respekt bei, Foto: Martina Hessel

Dann will sich Moody zu den Kleinen legen und besteigt das Körbchen. Inzwischen kennt man sich gut…nein, da gibt es keine Milchbar, stellen die Kleinen fest.

pb070012Hier gibt es nix zu holen, Foto: Martina Hessel

Na auch gut, dann haben die Welpen jetzt einen großen Bruder. Erst einmal genau untersuchen. Und Moody legt sich dazu und beobachtet genau, was ein anderer Welpe außerhalb des Körbchen treibt.

pb070022Und Moody mitten drin, Foto: Martina Hessel

Inzwischen sind die Welpen vertraut mit dem großen Moody und spielen sich in den Schlaf.

pb070016Moody muss alles kontrollieren, Foto: Martina Hessel

Und dann ist Moody irgendwie im Welpenrausch. Mitten drin und ganz gelassen.

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Beobachtung von Hunden ist faszinierend, immer wieder neu und immer wieder entdeckt man die Vielfalt der Charaktere. Es gibt zwar Ähnlichkeiten im Verhalten, aber jeder Hund ist doch einzigartig.

Sind Whippets wirklich rassistisch?

Das sagen ja viele Besitzer, dass unsere Whippets rassistisch seien. Natürlich sind Whippets nicht dumm, natürlich erkennen sie schon am Äußeren, ob ein Hund irgendwelche Gemeinsamkeiten hat, die ihnen vertraut sind.  Aber rassistisch kann ein Whippet nicht sein, weil er nichts von Ideologien versteht. Der Hund weiß nichts von menschengemachten Theorien und Gesinnungen. In der Beziehung mache ich mich gern gleich mit meinen Hunden.

Wenn wir Hunde beobachten, da wo sie sich treffen, können wir Einblicke in die Frage erhalten, ob und womöglich warum, Whippets lieber ihresgleichen bevorzugen.

Da wird ein schwarzer Hund genauso begrüßt, wie ein roter oder beigefarbener oder weißer, ob Kurzhaar oder Langhaar, groß oder klein, alt oder jung.  Hier wird sogar ein Dobermann mit Beißkorb von den Whippets genauestens untersucht.

whippetsdobermann.jpgWhippets treffen auf einen Dobermann

Hundeauslaufgebiete sind ein Segen

Wenn ich woanders unterwegs bin, bemerke ich ein völlig anderes Verhalten der Hundebesitzer; sie sind viel unsicherer in der Begegnung mit fremden Hunden als ich es gewohnt bin. Oft verwehren sie ihren Hunden den Kontakt zu anderen, die sie nicht kennen. Der offene und vertraute Umgang mit vielen anderen Hunden von klein auf in den Auslaufgebieten fördert eine völlig andere Verhaltensentwicklung in Bezug auf das Miteinander der Vierbeiner…und auch der Besitzer.

hundeauslaufgebiete

Wir treffen oft auch Gruppen oder Besitzer mit mehreren Hunden, von den vielen Hundewalkern mit gemischten Gruppen ganz zu schweigen, so dass sich fremde Rudel oder fremde „Clans“ begegnen, die sich nie gesehen haben.

whippetsridgebackWhippets treffen Ridgebacks

Die allermeisten Besitzer und ihre Hunde hier sind großartig, aufgeschlossen und meistens alle friedlich.

Hunde aller Größen und Rassen können zusammen laufen, sich begegnen, begrüßen, abchecken oder ignorieren. Und die Whippets sind da mitten drin.  Sie haben genau gelernt, warum da einer so blöd stiert oder sich sofort auf den Rücken rollt, oder wen man besser ignorieren sollte.

whippetsuretriever.JPGWhippet und Golden Retriever

Im Hundeauslauf haben Whippets so viel zu tun und die Bewegung, das Laufen und Rennen fordert sie viel weniger als die Hundebegegnungen. Hier gibt es Kommunikation in Hülle und Fülle und alle Sinne sind gefragt.

Krita_andere.JPGKrita macht da nicht mit, schwarze lange Haare….nicht ihr Ding

Krita, das Ostfrieslandkind

Krita ist im hundearmen Ostfriesland groß geworden. Sie kannte nur Whippets von klein an und musste sich an andere Hunde gewöhnen lernen. Einmal von einem Schäferhund gejagt und in Panik geraten, hat sie nun ein Meideverhalten bei langhaarigen schwarzen Hunden entwickelt.

whippetsuandereHunde sind Hunde und wenn kein anderer Whippet da ist, dann hat man auch mit allen anderen Spaß 😉

Whippets bevorzugen andere Whippets

Es braucht nur einer irgendwo in der Ferne zu erscheinen, dann sind sie aus dem Häuschen. Was ja völlig logisch ist, denn mit welch anderen Hunden könnten sie sich so gut messen, wer kann ihnen folgen, wer kann die Kurven und Sprints und Wendungen genauso vollführen? Und vor allem, welch anderer Hund versteht schon so gut wie ein anderer Whippet  ihre Spiel- und Wettrennen, wer kann blitzschnell vorher ahnen, was Whippet will und kann, als nur ein anderer Whippet?

Den weißen Milki (?),so hieß er glaube ich, haben meine Whippets aus der Entfernung gesehen und mit ihm Wettrennen veranstaltet. Und genau dieses Foto zeigt, wozu nur ein Whippet fähig ist, nämlich mit einem Satz aus dieser verfänglichen Situation heraus nach vorn auf die Beine zu springen und mit Vollgas durch zu starten.

whippetundwhippetWhippets treffen Whippet und sie übertreffen sich in ihrer Sportlichkeit

Eine größere Freude gibt es einfach nicht, als sich in Schnelligkeit und Mut zu messen, so als würden sie mit ihren Muskeln voreinander protzen und zeigen wollen, wer denn nun der Schnellste, der Trickreichste und der Geschicksteste ist.

Das ist der m.E. einzige logische Grund, warum Whippets eben Whippets bevorzugen.

Das Gegenteil geschieht, wenn sie eine Gruppe Labbis treffen. Da ist kein Pep, kein Witz, ein für Whippets völlig unattraktives Verhalten, sie sind freundlich zueinander aber mehr auch nicht. Contenance wahren, aber Freude kommt da nicht auf.

whippetsuRetriever.JPGLabradors und Whippets

Da ist ein Setter schon wesentlich attraktiver. Hochläufig, temperamentvoll, da wollen Whippets schon mehr mit zu tun haben.

whippetssetterWhippets begrüßen freudig einen Irish Setter

Dieses Foto ist so typisch. Shiphra und Omnia kamen schnell angerannt, um mir etwas mitzuteilen und waren dann sofort wieder zurückgewetzt…..Sie hatten eine Truppe Whippets „gefunden“…oben am Bildrand sieht man sie rennen.

Whippets finden Whippets„wir haben Whippets gefunden“- anclicken zum Vergrößern

Sie haben es sich in den Auslaufgebieten schnell abgewöhnt Wettrennen mit anderen Hunde zu machen. Das haben sie gelernt, dass es nichts bringt. Aber untereinander, da geben sie dann richtig Gas.

whippetsJeannie und Shiphra.JPGShiphra und Jeannie

Und das ist wohl die einleuchtendste Erklärung, warum ein Whippet sich über einen anderen Whippet so freut. Whippets brauchen ädquate Partner. Insbesondere der Whippet in Einzelhaltung!

Jeanny, schon 12 1/2

Als ich die kleine Jeanny (Koseilata’s Billie Jane) jetzt gesehen habe, dachte ich, ich habe  Superfly’s Kickie Dee (Coco) vor Augen. Coco ist Jeanny’s Großmutter väterlicherseits, die Mutter von Ch.Superfly’s Victor Vance.

b_wurfKoseilata’s B2 Wurf, Jeanny zweite von rechts, Foto: Koseilatas

Kickie Dee war ein ganz besonderes Whippetmädchen, da fallen mir viele „Schandtaten“ ein. Absolut eigenständig, sehr anhänglich und mutig…und manches Mal außer Kontrolle 😉 . Aber nicht im negativen Sinne, einfach ganz schön whippet-irre.

Vom Aussehen und von der Größe und der gesamten Erscheinung war sie der Jeanny sehr, sehr ähnlich.

Whippet Jeanny.jpgJeanny im Dezember 2018 thront auf Herrchens Schoß

Genauso war auch Kickie Dee an ihren Robert angewachsen. Und Kopf und Augen waren beinahe identisch.

Es ist wirklich faszinierend wie Ähnlichkeiten über Generationen erhalten bleiben. Jeanny’s Großmutter wurde knapp 17 Jahre alt. Wenn sich die lange Lebenszeit genauso vererbt, wäre das wunderbar. Jedenfalls sieht Jeanny absolut fit aus.

03jeanny_2jJeanny beim Coursing

Jeanny war eine gute Courserin und erfüllte die Bedingungen für die Gebrauchshundklasse. Mit ihren 46 cm ist sie die klassische idealgroße Hündin, die das „Turn on a sixpence“ gut hinbekommen hat. Der allerbeste darin war Superfly’s Take That (Casey), der ein Sohn von Kickie Dee war. Casey konnte das sogar in der Luft. Wirklich absolut ein fliegender „auf dem Absatz“ drehender Whippet! Eigentlich die Vollendung des Standard-Leistungsziels.

Jeannie hat mich wieder erinnert durch die Ahnentafeln zu gehen und gedanklich die tollen Vorfahren noch einmal vor dem geistigen Auge präsent werden zu lassen.

Jeannie zwölf einhalb Jahre.jpgJeannie sollte noch viele Jahre an Herrchen kleben dürfen

Jeannie wünsche ich, dass sie noch viele Jahre gesund und munter an Herrchen kleben und auf ihm wohnen kann …so nach Kickie Dee Art. 😉