größere Whippets kürzeres Leben

Whippets werden in der Regel zwischen 12 und 15 Jahre alt. Alles was über 16 Jahre und älter ist, hat demnach schon die durchschnittliche Lebensspanne überschritten. Kein Mensch möchte, dass sein Hund früh stirbt und für die meisten ist auch ein 18 1/2 Jähriger viel zu früh gegangen.

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Golden Peanuts Candiman, 16 Jahre alt, und mit strahlenden Augen, ein Sohn von Superfly’s Cuz this is Thriller x Koseilata’s Kiss Me Kate, Foto: Jürgen Bürger

Ein gesundes Leben bis ins hohe Alter ist also der Wunsch eines jeden Besitzers. Viele Superfly’s und Koseilata’s sind älter als 16 und mehr Jahre geworden und das ist kein Zufall.

mehr Größe weniger Lebenszeit

Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen die Größe der Whippets, zum anderen genetische Faktoren und letztendlich oxidativer Stress.

Forscher am Veterinärmedizinischen Institut der Texas A & M University haben folgendes herausgefunden:

Die vorläufige Regressionsanalyse von 117 Rassen unterstützt, was Tierärzte und Hundebesitzer gleichermaßen seit vielen Jahren vermuten: Mit steigender durchschnittlicher Größe einer Hunderasse nimmt die durchschnittliche Lebenserwartung ab.

Wenn also Whippets entlang des Idealmaßes gezüchtet werden, haben sie damit gleichzeitig eine höhere Lebenserwartung.

Das ist das, was ein Züchter am einfachsten realisieren kann. Als nächstes ist auch Langlebigkeit das angestrebte Ziel bei der Zuchtauswahl.

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Wer es wissenschaftlicher möchte:

  • Jeder Hundebesitzer von Rassehunden weiß, dass die Lebenserwartung mit zunehmender Größe sinkt. Forscher am Veterinärmedizinischen Institut der Texas A & M University sind dabei, Gene im Hund zu charakterisieren, die mit dem Alterungsprozess verbunden zu sein scheinen, um nicht nur die Lebensspanne unserer Hundegefährten zu erhöhen, sondern auch die Lebensqualität von Hunden in der geriatrischen Population zu verbessern.
  • Der erste Schritt in diesem Prozess bestand darin, die genaue Effektgröße auf die Langlebigkeit des Hundes zu bestimmen. Die Daten wurden hauptsächlich aus Internetquellen mit durchschnittlichen Höhen- und Gewichtsstandards sowie der durchschnittlichen Lebenserwartung von reinrassigen Hunden erhoben. Die vorläufige Regressionsanalyse von 117 Rassen unterstützt, was Tierärzte und Hundebesitzer gleichermaßen seit vielen Jahren vermuten: Mit steigender durchschnittlicher Größe einer Hunderasse nimmt die durchschnittliche Lebenserwartung ab.
  • Als nächstes wurden die Chromosomenstellen von 54 Genen zwischen dem Menschen und dem Hund verglichen. Eingeschlossen in diese Studie waren 26 Gene, von denen gezeigt wurde, dass sie die Lebenserwartung von Menschen oder Mäusen beeinflussen, sowie 28 Gene, die in einer kleinen Region des menschlichen Chromosoms 4 lokalisiert sind. Diese Region wurde für eine detaillierte Kartierung ausgewählt, da gezeigt wurde sie assoziieren mit der Fähigkeit ein viel höheres Alter in einer menschlichen Bevölkerung zu erreichen.Die laufende Arbeit konzentriert sich auf zwei Bereiche. Ein Interesse liegt in der Definition von Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs), bei denen es sich um einzelne Basenpaaränderungen handelt, in 7 in Frage kommenden Genen, die aus dem zuvor erwähnten Satz von Genen ausgewählt sind. Die Analyse dieser SNPs über verschiedene Rassen hinweg hat das Potenzial, Gene zu identifizieren, die größere Hunde im Vergleich zu ihren kleineren Vertretern zu einer kürzeren Lebensspanne führen. DNA-Proben wurden in Form von Wangenabstrichen von Hunden unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Lebenserwartung gesammelt. Diese Proben werden verwendet, um die oben genannten Gene zwischen diesen verschiedenen Rassen zu vergleichen, in der Hoffnung genetische Faktoren zu entdecken, die zum Alterungsprozess beim Hund beitragen.
  • Studien an Menschen haben auch oxidativen Stress als einen der ursächlichen Faktoren im Alterungsprozess in Verbindung gebracht. Durch die Untersuchung von oxidativem Stress in unseren Hunden versuchen Forscher, Mechanismen zu entdecken, die es verschiedenen Rassen ermöglichen, oxidativen Stress effizienter als andere zu überwinden. (Quelle: AKC Canine Health Foundation)

Whippetaugen

Die Augen des Whippets sind das Schönste im Gesicht und haben eine Berechtigung in ihrer Größe und ihrer Anordnung im Kopf. Ein Whippet ist ein Sichtjäger und die Augen sind sein Werkzeug.

Das Auge funktioniert wie eine Kamera. Wird das Auge kleiner, wird es auch die Linse. Sitzen die Augen tiefer im Schädel, wird das Sichtfeld kleiner.

Aber das Auge des Whippet ist viel mehr als das, denn es schaut den Menschen an.


Koseilata’s One Cool Cat mit ihrer Mutter Koseilata’s Everlasting Moon, Foto: Nele Ellerich

Das beste Foto liefert Nele Ellerich , was genau die Schönheit und Tiefe der Whippetaugen ausdrückt.   Einfach nur hinreißend und schön.

Whippets, eben.

Whippets eben!

Mal zauberhaft, mal durchgeknallt, mal sanft, mal „albern“, mal sieht und hört man sie nicht, mal wohnen sie auf einem, mal kleben sie an einem, mal liegen sie hinter einem,  …wie wunderbar sind unsere Whippets! Wenn man sie versteht, dann sprechen sie, lachen sie, beschweren sich, zwinkern mit den Augen, verstehen jedes Wort und sind von Null auf Hundert immer zu allem bereit.

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Kira (Koseilata’s  Quell My Obsession) und Dedi (Superfly’s Dancing the Dream) , Foto: Jochen Schell

„Mein Hund kann Mama sagen“

rief Doris Specht den Zuschauern am Startkasten zu und die Umstehenden verwunderten sich. Denn hier war von dem innigen Verhältnis, von der Sanftheit und Anhänglichkeit zwischen Superfly’s Billie Holiday und Superfly’s A Nice Mess zu Doris nichts mehr zu sehen, nichts von Anmut oder Grazie, nur noch geballte Power und Kraft, hysterisch kreischende Muskelpakete mit glühenden Augen und rasenden Herzen. Nicht mehr zu bändigen, wenn im Hetzrausch. Und ab ging die Jagd, sobald sich die Klappe öffnete katapultierten sich die Leiber nach vorn. Verausgabten sich bis zum letzten Sehnchen, angespannt und fast besessen, mit Volldampf dem „Hasen“ nach.

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Koseilata’s nach dem Start auf der Rennbahn, Foto: Eva-Maria Krämer

Und dann zu Haus der Tiefschlaf mit zuckenden Pfoten, schnell bewegenden Augen hinter den geschlossenen Lidern und ab und an Gesängen und ausgestoßenen Lauten.

Was ist so besonders?

Alles! Whippets sind niemals nur so, wie man sie gerade wahr nimmt. Sie  passen sich an wie ein Handschuh sind berechenbar und doch immer zu Überraschungen fähig. Sie sind nicht mal so mal so, sondern sowohl als auch. Es sind leidenschaftliche Hunde, mehr Sein als Schein, zwei Seiten der Medaille, loyal zu ihrer Meute, brutal zu ihrer Beute.  Dekoration und Destruktion, aber immer mit vollkommener Hingabe.

Hart im Nehmen physischer Schmerzen, falsch behandelt sensibel im Herzen .

Nichts für jedermann, aber richtig für’s Pendant.

Zwischen Lehne und Rücken, soll sich ein Whippet drücken. 😉