Unglaubliche Whippetmütter

Unsere Whippets sind großartige Hundemütter, die immer ihre Fürsorge nicht nur besonders ausgelebt haben, sondern sie sogar an fremde Welpen verteilten, selbst dann, wenn sie gar nicht selbst Mutter waren.

dreimumsim Uhrzeigersinn rechts Mutter Superfly’s Krita mit ihrem Superfly’s Q2 Wurf, Omnia und Diva

Hier liegen Welpen mit drei „Müttern“ zusammen in einem Körbchen und es sieht aus, als würde alles drunter und drüber gehen. Superfly‘s Krita ist die Mutter des Q2 Wurfs Superfly‘s und mit im Korb liegen ihre Assistentinnen, sozusagen die Tanten, die die Aufzucht mit übernehmen. Ein bestens funktionierendes Rudel.

Das war schon damals mit Pebbles (Magadha Gracious) und  Superfly’s Kitty Pampers so und setzt sich heute fort.

natürlich natürlich

Welch großes Glück ist es, dass man das Aufwachsen in einem Familienrudel miterleben darf und welch wahre Freude zu sehen, wie wunderbar alles klappt und wie harmonisch es zugeht, wenn die Hunde die Gelegenheit bekommen, sich so frei wie möglich zu verhalten und zu entwickeln.

Hier teilen sich Krita und Mutter Omnia den Superfly’s T2-Wurf gerecht. Tatsächlich bekommen die „Tanten“ Milch und somit haben die Welpen zwei Milchbars zur Verfügung.

zweimütterMutter Superfly‘s Omnia mit ihrem T2 Wurf und Krita säugt sie mit. Omnia und Krita sind Halbgeschwister über Diva (Dreamchamber Easy To Love)

Krita z.B. ist diese Art Übermutter, die sich auch Welpen aus anderen Zuchtstätten und anderen Rassen annimmt. Hier mit der kleinen Podengo Portugues Hündin Harmonia.

kritaharmoniaKrita mit Harmonia von den Rottentotten

Und bei dem C-Wurf Kjuay’s lässt sie es sich nicht nehmen die Tante zu sein, immerhin ist ja auch hier Superfly’s John Lee Hooker der Vater 😉 .

kritamitfremdwelpenKrita thront inmitten der Kjuay-Welpen und sieht nicht so aus, als würde es ihr mißfallen

Ticken unsere Whippets normal? Ja, natürlich, es sind Whippets eben.

 

 

 

Kenia im Ruhestand

Was der Standard verlangt ist noch immer der Whippet, der auch seine sportliche Leistung erbringen kann. Und Koseilata’s African Queen (Kenia) konnte das. Sie besitzt die Prädikatskörung für Schönheit und Leistung und ist jetzt 12 1/2 Jahre alt.

EMK_0431 Keniaein aktuelles Foto von Kenia als Seniorin, die noch immer gehen kann, Foto: Eva-Maria Krämer

Kenia ist eine Tochter von Ch.Koseilata’s Take Me To The Moon x Koseilata’s Josephine Baker und hatte selbst zwei Würfe, die derzeit von sich reden machen. Der K2 Wurf hat sich bereits großartig hervorgetan und der N2 Wurf Koseilata’s ist auf dem Weg dahin.

Die schöne junge Kenia im Alter von 2 Jahren:

12kenia_2jKenia 2jährig, Foto: Koseilatas

Kenia ist noch sehr gut zu Fuß und lebt jetzt ein ruhiges Seniorenleben ohne Zipperlein und wir hoffen, dass es noch lange so bleibt.

Whippet wie aus einem Guß

Koseilata’s Quiet Moon, der so vielversprechende „Clooney“ hier in Berlin im freien Stand von mir fotografiert. Auch wenn seine weißen Pfoten nun nicht mehr sauber sind, tut das dem Anblick keinen Abbruch.

clooney
Koseilata’s Quiet Moon im freienStand

Eine Whippetoutline, die das Auge erfreut. Einfach ein Whippetrüde wie aus einem Guß.  Ebenfalls ein Sohn von Superfly’s Shiphra und Enkel und Urenkel von Superfly’s U Be Mine. Der Vater: Koseilata’s Take Me To The Moon.

clooney kopfClooney’s wunderschöner whippettypischer, eleganter Rüdenkopf

Aber „Clooney“ war nicht nur wunderschön, er war auch ein ganz liebenswerter, freundlicher und fröhlicher junger Rüde, der Spaß am Leben hatte.

Der Grund seines plötzlichen, mysteriösen Todes kurz nach seinem Ausstellungserfolg konnte nicht geklärt werden. Eine Vergiftung war nicht auszuschließen.

Für die Besitzer ein Schock. Niemandem wünsche ich so etwas erleben zu müssen.

For ever young

Wenn mir Superfly’s Hazel Hillary einfällt, dann vor allem das: Sie war bis zum Lebensende jung. Hazel war eine Tochter von Ch.Superfly’s Anglo- Mania nach Superfly’s Delta Wing.

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Hazel im Herbst 1996, gerade nach dem G-Wurf Koseilata’s im Alter von 8 Jahren

Ausgesucht wenige Tage nach ihrer Geburt und bei Robert Schiele geblieben bis zu ihrem Lebensende. Zwischendurch durfte sie noch in die Zucht und brachte Koseilata’s B- und G-Wurf.

Und immer wurde gesagt:

„Die ist aber noch jung“.

Hazel war eine kleine Hündin mit 43,5 cm Schulterhöhe und in der Veteranenklasse ausgestellt, glaubten die Richter nicht, dass sie überhaupt schon acht Jahre alt war. Und immer wurde gesagt: „Die ist aber noch jung“.

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Hazel, 10 jährig mit ihrer Tochter Koseilata’s Gloria Gaynor

Hazel war eine wunderschöne kleine Whippethündin, deren Altersfrische in der Tat unglaublich war. Nun, sie war auch eine sehr bequeme Hündin und hatte nur hin und wieder Temperamentsausbrüche, eben so wie ihr Großvater Ch.Bredand Percy Vere.

Langlebigkeit und Altersfrische vererben sich

Hazel wurde bis auf wenige Tage 15 Jahre alt. Leider überredete eine Tierärztin Robert die Milchleisten mit knapp 15 Jahren wegen Mammatumoren zu entfernen und zwar im Abstand von zwei Wochen. Und dann ist auch noch ein Missgeschick in dieser Praxis passiert, so dass Hazel das nicht überlebte, sonst wäre sie vielleicht viel älter geworden.

Hazels Vorfahren und Lebenszeit:

  • Vater Wingi wurde 16 ein halb Jahre alt
  • Großvater Percy wurde 17 ein halb Jahre alt
  • Großmutter Pebbles 16 Jahre alt
  • Mutter Mania knapp 15 Jahre alt
  • Großvater Chief nicht bekannt, aber mit 12 hatte er noch erfolgreich Nachzucht
  • Großmutter Pebbles 16 Jahre alt

Von wegen Showdogs

Immer schon habe ich mich darüber geärgert, wenn schöne Whippets, die auch an Ausstellungen erfolgreich waren, als sogenannte Showdogs bezeichnet wurden und werden.

Weder Superfly’s noch Koseilata’s hatten jemals Showdogs, noch die Absicht, Hunde für die Show zu züchten oder für die Show zu halten!

011Dr.Watson (Koseilata’s Otis Redding), Foto:View of Souls Andrea Willers

Hier werden einfach Begriffe verwendet, die diskreditieren sollen. Zu deutsch: etwas in Verruf bringen; jemandes Ruf, Ansehen schaden. Das gilt und galt nicht nur für Whippets, sondern auch für Greyhounds, wenn sie nicht vornehmlich als Rennhunde auf der Rennbahn laufen und/oder erfolgreich sind oder waren.

16_10_09Internationaler Coursingchampion Koseilata’s Kilimandjaro Kedira, Foto:Eva-Maria Krämer

Solange ich in der Windhundszene bin (seit 1974) höre ich die Sprüche und die damit verbundene Abwertung und auch die teilweise erlebten Auswirkungen.

Wenn Whippetbesitzer mit einem Hund von uns zum Training gehen wollten oder teilnahmen oder bei Renn- oder Coursingveranstaltungen dabei waren, fielen immer Bemerkungen in diese Richtung und es wurde damit ganz schamlos öffentlich die Leistungsfähigkeit nicht nur in Frage gestellt, sondern sie wurde von vornherein den Hunden abgesprochen:

„Showdogs können doch nicht rennen“

Was sind überhaupt Showdogs?

Unsere Whippets leben 365 Tage im Jahr mit und bei ihren Menschen in der Familie auf dem Sofa, sind tägliche Begleiter und können ihren Bedürfnissen nach Freilauf und Sprints nachkommen, trainieren ihre Herzen und Muskeln, werden an Leib und Seele geliebt und gehegt. Wenn sie dann an 4 oder 5 Tagen im Jahr an einer Ausstellung 5 oder 10 Minuten im Ausstellungsring erscheinen, dann macht das einen Showdog aus?

Diese fälschlicherweise als Showdog beschriebene Whippet erfüllt nicht die Voraussetzungen für einen Showdog im tierschutzrelevantem Sinne, denn er:

  • lebt nicht in kennels,
  • nicht in Käfigen,
  • hat keinen Profihandler,
  • wird nicht von Show zu Show gekarrt,
  • weder in andere Länder geschickt, um dort ein Championat zu vollenden
  • noch ausschließlich für den Erfolg im Ring gezüchtet.

Im Gegenteil sind Superfly‘ s und Koseilata’s von Anfang immer sehr gute Courser gewesen mit Leidenschaft und Können, Eifer und Fähigkeiten, twist und turns so aufzuführen, wie es von einem Whippet erwartet wird und sind so gebaut, wie genau die rassetypischen Eigenschaften es erfordern, damit der Whippet ein effektiver Kaninchenfänger auch nach Jahrzehnten der Zucht bleiben kann.

Auch auf der Rennbahn zeigen sie Ehrgeiz und Hetzeigenschaft. Bei meinen Hunden steigert sich das sogar so, dass sie gar nicht zu bändigen sind, wenn sie nur den „Hasen“ hören geraten sie außer Kontrolle. Von wegen Showdogs 😉 .

 

 

Whippetzucht mit Leidenschaft

F6 kennt man vom Regal an der Kasse. Eine Zigarettenmarke aus der ehemaligen DDR. Aber F6 ist auch die Beschreibung für die Anzahl der Würfe eines Zwingers.

20181107_144836Holger Bunyan mit seinem P1 und Q1 Wurf Koseilata’s, Züchterleidenschaft

Für diejenigen, die das nicht wissen sollten:

Jeder Züchter beginnt normalerweise beim ersten Wurf in seiner Zuchtstätte mit dem ersten Buchstaben des Alphabets. Das Alphabet hat 26 Buchstaben. Wenn das erste Alphabet durch gezüchtet ist, d.h. 26 Würfe gefallen sind, dann beginnt das zweite Alphabet. Und damit man später die Hunde mit den jeweiligen Anfangsbuchstaben dem korrekten Wurf zuordnen kann, werden die Würfe mit A1 und A2 gekennzeichnet.

Nein, bis F6 werden wir in unserem ganzen Leben nicht kommen können, denn Koseilata’s ist eine kleine, reine Liebhaberzucht.

Nach 26 Jahren Koseilata’s Whippets stehen im nächsten Jahr die T2 und U2 Würfe an. Um F6 zu erreichen, müssten 92 Würfe gezüchtet werden, also mehr als doppelt so viele, wie in den ganzen 26 Jahren davor.

Eine kleine Rechenaufgabe: Wenn der Züchter in 26 Jahren 44 Whippetwürfe gezüchtet hat, wie viele Jahre braucht er dann für 92 Würfe….  ? 😉 .

Kleine Liebhaberzucht mit Züchterleidenschaft

Eine Liebhaberzucht nach unserem übereinstimmenden Verständnis sollte zwar professionell mit Sachkenntnis und auch Ernsthaftigkeit betrieben werden, muss jedoch für Holger im selbst beschränkten Rahmen bleiben. Für ihn wie auch für mich, braucht es Zeit und viel Muße, damit man den Welpen nicht nur gerecht wird, sondern sich auch individuell mit ihnen beschäftigen kann.

EMK_1477bWelpentest mit Holger Bunyan, Foto:Eva-Maria Krämer

Folgende Beobachtungen, Tests und Dokumentationen werden bei einem Wurf vorgenommen:

  • Frühwelpentest im Alter von 1-3 Tagen
  • Entwicklung der ersten drei Lebenswochen
  • Dokumentation ab der vierten Lebenswoche
  • Sozialisierung und Dokumentation
  • Sechs-Wochen-Welpentest

Dann kann eine genaue Beschreibung zu einem jeden Welpen zuverlässig sein. Damit sich der passende Welpe zu dem passenden Besitzer findet, muss der Züchter jeden einzelnen Welpen und seine Charakterzüge schon früh erkennen.

Der Erfolg zeigt sich darin, wenn die Welpen bei ihren Familien bleiben und Mensch & Hund ein wunderbares Team bis zum Ende des Lebens bleiben können.

Kennen Sie Loriot?

Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow alias Loriot war der deutsche Komiker, der seine feinsinnige Beobachtungsgabe benutzte, um aus grotesken Alltagssituationen und zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen seine besondere Komik erwachsen lassen konnte. Was hat das mit Whippets zu tun?

Vielleicht weil der Whippet namens Loriot auf seine Weise ähnlich komisch war?

unpluggedlovejbürger Koseilata’s Unplugged Love (Loriot), Foto: Jürgen Bürger

Loriot  (Koseilata’s Unplugged Love) von Jürgen und Brigitta Bürger, war ein Sohn von Ch.Koseilata’s Emerald Rainbow und Superfly’s Syntax Error  und somit auch ein Wurfbrupetder zu Lenny.

Loriot wurde fast auf den Tag genau 16 Jahre alt. Mit 15 Jahren noch im Geschwindigkeitsrausch.

Ein sehr gutes, langes und auch ereignisreiches Leben war ihm beschert. Er bewies sich als guter und leidenschaftlicher Whippet, der seine Arbeit im Coursingfeld bestens verrichten konnte. Mit Spaß und Leidenschaft war er dabei und mit Vollgas.

loriotjbürgerLoriot beim Coursing, Foto:Jürgen Bürger

Loriot war im Besitz der DWZRV-Leistungsurkunde Coursing.

„Seine drei Lebensmottos: ich will Spaß, ich geb Gas, geht nicht gibt es nicht und mir doch egal.“

beschreibt es Brigitta aus ihrer Sicht. Und sie sollte es am besten wissen.

loriotsprung Loriot gibt Gas, Foto:Jürgen Bürger

Loriot ist mit Vollgas in das Leben gesprungen und Jürgen hat ein Fotoalbum auch über Loriot zusammengestellt. Die Aufnahmen zeigen ein wenig von Loriots vielseitiger Mimik und seinem Eifer aber auch von seiner Liebenswürdigkeit.

Am 27.4.2002 war Loriot’s Wurftag, bis zum 11.4.2018 konnte Loriot bei seinen Menschen seit dem Welpenalter leben bis der Tod sie dann unvermeidlich getrennt hat.

Loriot hatte großes Glück. Es ist das Beste, was einem Hund passieren kann. Dank an Jürgen und Brigitta und an alle Whippetbesitzer, die in der glücklichen Lage und willens waren und sind, einem Welpen einen Lebensplatz zu bieten.

Whippetzucht mit Minihündin

Als ich die kleine Koseilata’s Iman  das erste Mal sah, war ich entzückt. Ja entzückt ist der richtige Ausdruck. Nein, wie süß, wie klein, wie leicht. Schwupps auf den Schoß gehoben mit einer Hand, goldiges Whippchen. Denn mit der Leichtigkeit ging auch ihr Charme einher. Charme haben leider nicht mehr alle Whippets. Ich meine damit den Vorwitz, das Niedliche, die „fragenden“ aufmerksamen Augen: was machen wir jetzt?

iman11Koseilata’s Iman, Foto: koseilata’s

Und deshalb wirkte Iman auf mich so bezaubernd und „delicate“. Iman inspirierte mich zu dem Artikel Der Whippet im Deutschen Windhundzuchtbuch Band 44.
Aber fangen wir vorn an.

Am nächsten Tag war die Verbandssieger Ausstellung 2012 in Köln und Holger drückte mir Iman in die Hand, unvorbereitet musste ich mit ihr in den Ring. Also hatte ich da eine Mini-Whippethündin am Band in der Jugendklasse, die aber sofort mitmachte, fröhlich, munter und quicklebendig. Nach dem Motto: was machen wir jetzt, ok, alles cool, dann mal los Iman eben.

iman_11mKoseilata’s Iman als Exot im Ausstellungsring, etwas gestresst, weil das ungewohnte Stillstehen nichts für sie war , Foto: Greyhoundshow

Wieder mit der Höchstwertnote „vorzüglich“ aus dem Ring, meinte ein langjähriger Züchter lachend:

„So etwas hatte ich auch mal“.

Andere wunderten sich, dass es doch Windspiele gar nicht „in gestromt“ gäbe. Andere schmunzelten auf ihre Weise.

Ausstellungen und Zucht sind oft zweierlei

Erfolge im Ausstellungsring sind nicht zwangsläufig vielversprechend für Erfolge in der Whippetzucht. Es muss mit zweierlei Maß gemessen werden, nicht weil sich der Zuchtstandard geändert hat, sondern weil sich der Richtergeschmack verführen lässt von Imposanz, Eindruck, „mehr hermachen“, Showattraktion.
Iman’s Wurf nach Koseilata’s Take Me To The Moon brachte 4 richtig schöne Whippet-Welpen. Übrigens: Die Wurfgröße ist bei ihrem Format absolut passend.

  • Die durchschnittliche Wurfgröße gibt auch Auskunft über die Widerristhöhe (und Format) der Mutterhündin.

Darunter war die kleine Suli (Koseilata’s Lady Bird), die extrem klein als Welpe war, aber dafür umso schlauer und entzückender, aber hart im Nehmen und Austeilen. Im Wachstum hat sie dann alles aufgeholt und ist sehr schön geworden. Ihr Bruder Koseilata’s Lesotho Lover (Monty) ging in die Zucht mit Superfly’s Shiphra  und beiden brachten den wundervollen R2-Wurf Koseilata’s und Iman selbst mit Koseilata’s Kilimanjaro Kedira den P 2 Wurf zustande. Hier gab es 1,1 Welpen, den schönen Percy (Koseilata’s  Peace and Love) und die schicke „Penny“ (Koseilata’s Penny Lane).

Das Schmunzeln über Imanchen hat sich also in jeder Beziehung gelohnt.

Whippetoutline – das Auge neu trainieren

Was ist das Typischste an einem Whippet? Woran erkennen Sie sofort einen Whippet? Oder wo müssen Sie noch einmal nachfragen:

„das ist jetzt kein Whippet, oder?“

Sound like a bell…sagte man über Whippets, die perfekt in der Linienführung waren, so dass sie auf Anhieb als Whippet zu erkennen waren.

vanityvanillaWenn ich an Superfly‘s Vanity Fair und Vanilla Fudge denke, direkte Nachkommen von Ch.Superfly‘s No Doubt About, dann sehe ich dieses Bild vor Augen. Das weisse Fell ohne Flecken und Ablenkung für das Auge eignet sich besonders gut, das zu Sehen, was ich beschreiben möchte.

Die typischen Umrisslinien des Whippets sind schwungvoll fließend ohne Haken und Ösen, Kanten und Dellen. Auch erkennt man deutlich den Unterschied zwischen Rüde und Hündin.

17 Jahre später folgte Koseilata’s Lovely Moon (Cato), den ich ebenfalls als ein Exemplar zum „Augentraining“ zeigen möchte.

catoKoseilata’s Lovely Moon (Cato), Foto: Koseilata’s

Cato ist wie aus einem Guß. Oberlinie und Unterlinie stehen in einem korrekten Verhältnis zu einander.  Der perfekte Schwung über der Lende ist nicht zu verwechseln mit einer abfallenden Kruppe und schon gar nicht mit einem Buckel. Eine  flache oder abfallende Oberlinie d.h. mit fehlendem Bogen über der Lende hat sich ebenso eingebürgert, wie eine seicht allmählich ansteigende Unterlinie. Beides ist nicht whipettypisch.

Wenn Sie sich ein waagerechtes S vorstellen, entspricht es den Umrisslinien; sozusagen bildet es damit die wünschenswerte gedachte S-Kurve beim  Whippet.

imaginäre S-Kurve

Stellen wir uns das waagerecht liegende S vor, und legen es gedanklich an den Whippet, dann teilt es den Whippet in zwei Teile. Ein auf der Seite liegendes S hat Bogen. Auch Heaven ist ein gutes Beispiel für whippettypische Umrisslinien.

juni_2015Koseilata’s Heaven can wait, ein bisschen pummelig 😉 Foto:Thomas Baruth

scurvedie S-Kurve eingebaut zum besseren Verständnis

Was kann man daraus leicht erkennen?

  • Proportionen
  • Umrisslinien
  • Rückenlänge
  • Brusttiefe
  • Soundness

Ich möchte die berühmtesten und erfolgreichsten Whippets Englands zu Beginn der modernen Rassehundezucht zeigen im Hinblick auf die S-Kurve und den Whippettyp, die am Anfang fast aller Whippets standen. Der „perfekte Bogen“ wurde ausdrücklich im Dog Owner’s Annual von 1898 erwähnt.

chenterpriseand ZuberbywilliamturnerGemälde von William Turner, zeigt dien berühmten Whippet  Ch.Enterprise mit seinem Vater Zuber, ca .1895

Und wenn wir ganz genau hinsehen, sehen wir den typischen Ausdruck von Whippets, die typischen Umrisslinien, Eleganz, Bemuskelung…Bei den Whippets im Gemälde springt die S-Kurve direkt ins Auge.  Der Maler hat die Merkmale sehr pointiert herausgestellt. Auf den alten Fotos der Whippets im The Whippet Archives ist nicht sehr viel zu erkennen. Bemerkenswert dürfte sein, dass diese Whippets klein, leicht und sowohl perfekt im Rennen trainiert waren.

Wenn Ihnen diese Whippets heute befremdlich vorkommen, dann liegt es an der züchterisch „vermodernisierten“ Gestalt. Auch der aktuelle Standard der Rasse beschreibt:

Obere Linie: Anmutiger Bogen im Bereich der Lendenpartie, aber nicht bucklig.

Untere Profillinie und Bauch: Deutlich aufgezogen.

Ich denke, dass Whippetzucht sich nicht so weit vom Standard entfernen darf, dass das rassetypischste Merkmal verloren geht. Nicht immer ist alles das, woran sich unser Auge gewöhnt hat, was wir überwiegend sehen, auch das Bessere.

Whippetmeetings – wie der Hase läuft

Auf Rassemeeting soll über rassespezifische Themen entschieden werden, so steht es in der Satzung des DWZRV. Soweit so gut. Was sind rassespezifische Themen?

Um sich der Frage einmal zu nähern schauen wir doch ganz einfach in den Zweck des DWZRVs als zuchtbetreunden Verein für unsere Rasse Whippet. Denn kann man nicht ein Haus nur auf einem Fundament aufbauen?

Screenshot_2018-11-04 Satzung des DWZRV - 170701_satzung_2017 pdf

Nach diesem Satzungszweck wird die Betreuung und Förderung der Zucht als erstes genannt. Wenn das also ein vorrangiges Ziel ist, dann müssten sich logischerweise rassespezifische Fragen um die Betreuung und Förderung der Zucht drehen, richtig?

Rassespezifische Sachanträge sollten sich also nach meinem Verständnis um die Sache der Whippetzucht drehen. Warum? Die Zucht ist das Fundament auf dem sowohl Vereine als auch Ausstellungen, Zuchtrichter und Rennen überhaupt erst gedeihen können. Ohne die Zucht haben Vereine gar keine Berechtigung. Denn wo nichts gezüchtet wird, ist auch nichts zu regulieren, zu reglementieren oder durch rassespezifische Sachanträge zu verändern. Ergo: Ohne Zucht auch keine Rennen.

Wie der Hase so lief

Die Anfänge der Rassemeetings habe ich selbst miterlebt. Damals waren die Züchter aus beiden Bereichen (Show, S&L, Rennen) natürlich dabei, denn wer sonst würde die Zucht besser vertreten können? Und es ging um Zuchtmaßnahmen, die zur Förderung der Zucht hätten beitragen können. Nehmen wir das Beispiel der Zuchtwertschätzung. Wäre sie tatsächlich langfristig seit Beginn an kontinuierlich durchgeführt worden, hätten wir den dramatischen Anstieg der Whippetgröße verhindern können.

MiezerennenBahnrennen für Koseilata’s One Cool Cat (Mieze), Foto: © Käthe Kipar

Wie dem auch sei. Die Rennlobby war immer eifrig und die Züchter und an der Zucht Interessierten haben alsbald ignoriert, weil sich die Themen überwiegend auf den Rennbereich konzentrierten und in endlosen Diskussionen so viel Zeit fraßen, so dass die Zuchtthemen nur noch schnell in den letzten Minuten überflogen werden konnten.

An Whippetmeetings drehte es sich überwiegend um

  • Bahnrennen
  • Renngrößen
  • Meß-Verfahren
  • Klasseneinteilungen
  • Streckenlänge
  • Titelvergabe
  • Anzahl der Starter
  • Übergrößen – Sprinter
  • Myostatin Defizienz (bei Rennhunden)
  • Vorschläge für Zuchtrichter zur Jahresausstellung der Rasse Whippets

Ob nun der Whippet in 3, 4 oder 6 Rennklassen starten sollte, welche Sprinter (Übergrößen) nun noch wann und wo oder wieder welche oder neue Titel gewinnen durften, sind mehr und mehr in den Vordergrund getreten.

Das änderte sich den letzten Jahren, als u.a. Brigitta Bürger und Barbara Thiel zuchtrelevante Vorträge hielten.  Es wäre schön, wenn hier ein wirkliches Umdenken erfolgt und Whippetinteressierte die Meetings als eine Möglichkeit wahrnehmen die Verantwortung für die  Zucht mehr in den Vordergrund zu stellen.

Das Whippetmeeting 2018 – heute Anmeldeschluß

Heute ist Anmeldeschluß für das Whippetmeeting 2018 .

Es wird beklagt:

Die breite Masse der Whippetzüchter, die ihre Zucht nicht auf die Rennbahn konzentrieren, nehmen sich mehr und zurück und glänzen durch Abwesenheit.  Gerade die Whippetmeetings sollten das verhindern und allen Whippetzüchtern die Möglichkeit geben ihre rassespezifischen  Sachanträge zu stellen und zu erläutern, die der Rasse insgesamt dienen könnten.

Das Interesse für die Jahresausstellungen der Whippets schrumpft. Auch das ist der Verschiebung der Teilnehmer an den Whippetmeetings geschuldet.

Jagen und pressen Sie den Hasen im Team und lassen Sie ihn nicht laufen wie er will. 😉