Züchterschrott?

Wir haben ja viel erlebt und da gab es Zeiten, dass alle Whippets, die zu groß waren als Züchterschrott tituliert wurden. Nicht nur von Richtern, den Mitkonkurrenten, sondern von den Züchtern selbst.

Das betraf auch Superfly’s Burlesque, der über 50 cm groß war. Aber wir wussten, dass dieser Whippetrüde, der eine kleine 45 cm große Mutter mit amerikanischem Background besaß, trotzdem in die Zucht sollte.

20181021_143543.jpgSuperfly’s Burlesque mit Holger Weltausstellung 1989 Kopenhagen

Hier ausgestellt von Holger, Dritter von links, errang Burlesque u.a. an der Welthundeausstellung 1989 auf Anhieb das V2 in der Offenen Klasse. Das waren die Anfänge der Superfly’s , sozusagen fing alles gleich mit „Züchterschrott“ an, wenn es nach den Aussagen der meisten Mitstreiter     ( was für ein interessantes Wort 😉 ) gegangen wäre.

Aller Anfang ist schwer

Tatsächlich versteckten Züchter ihre „zu groß“ geratenen und es war sogar den Besitzern verboten, sie irgendwo zu zeigen, denn welch angesagter Züchter wollte schon in den 1980er Jahren das unsägliche Stigma der Übergröße auf sich lasten sehen?

Superfly’s  hatte eine Idee und eine Vorstellung von Whippets. Das hat polarisiert, denn es war damals einfach nicht politisch korrekt zu große Hunde  zu haben  und zu zeigen! d.h. fleißig auszustellen….und dann auch noch damit zu gewinnen. Man kann sich nicht vorstellen welchen Spießrutenlauf die Besitzer auf sich nehmen mussten.

Tolle Besitzer

Jeder Züchter muss dankbar sein, wenn seine Besitzer sich ihm oder ihr zuliebe so ins Zeug legen. Burlesque und Schwester Mme Butterfly gingen beide erfolgreich in die Zucht.

Und heute? Kümmert sich  wirklich noch jemand um die Größe, die auch heute im Standard steht?

Zwei Dinge sind aber sicher: Burlesque würde heute zu den Kleinen gehören.  Und : Koseilata’s achtet auch weiterhin darauf, dass Whippets nicht das Idealmaß übersteigen.

doppelte Freude

„Jubiläumsausgaben sind zur Ehre erdacht. Jemanden ehren für seine Arbeit, für seinen Einsatz, für seine Bemühungen und sein Durchhaltevermögen.

Seit 1981 verbindet mich mit Holger Bunyan die Liebe zu den Whippets. Wir haben diese Gemeinsamkeit niemals aufgegeben. Seit 1988 züchtet Holger Bunyan selbst Whippets unter dem Namen Koseilata’s und hat mit Superfly’s Kitty Pampers seine eigene Zuchtlinie gestartet.

In all den 30 Jahren der Höhen und Tiefen, die man in und mit einer Liebhaberzucht erlebt, hat Holger niemals sein Zuchtideal aus den Augen verloren. Er ist immer seinem Whippettyp treu geblieben, auch wenn die Zeiten und Geschmäcker sich im Laufe der Jahre verändert haben, ist und bleibt das Standardideal in allen Vorzügen das Richtmaß.

Aus diesem Anlaß und in Anbetracht der kommenden Wurfplanungen bei Koseilatas: Ab 2019 werde ich ihn mit Rat und Tat bei seinen Würfen begleiten und wir werden die Welpen gemeinsam aufziehen. Superfly’s wurde 1981 gegründet und den Weg mit Whippets haben wir gemeinsam begonnen. Herzlichen Glückwunsch zum 30 jährigen Zwingerjubiläum, lieber Holger.“

Marianne Bunyan