Whippethündin Alice 41,3 cm

Die Stärke einer Zuchtlinie liegt in ihren Hündinnen ist ein weiser Züchterausspruch. Womit bei Koseilata’s Whippets alles anfing, nennt man Stammhündin. Das war Superfly’s Kitty Pampers, eine Tochter von Ch.Signum Bournonville x Ch. Magadha Gracious (Pebbles). Und im ersten Wurf bei Koseilata’s blieb die kleine Alice.

Koseilata`s Alice Twix copyright EM Kramer
Koseilata’s Alice Twix (Ch.Superfly’s Gentle Glitter xSuperfly’s Kitty Pampers), war die erste selbst gezüchtete und für sich behaltene Hündin von Holger, sie lebte vom 23 Jul 1993-25 Apr 2008, war nur 41,3 cm groß und ein „Pebbles“-Konzentrat, Foto: Eva-Maria Krämer

Sie war in der Tat sehr klein. Alice war ein Tragewhippchen. Sie können sich vielleicht gar nicht mehr vorstellen, dass man einen Whippet mit einer Hand hoch nehmen konnte. 9kg…

holgerAliceSuse.jpgHolger Bunyan mit Alice und Suse (Koseilata’s I never can say Goodbye), dass was man süße Whippchen nennen würde

Abgesehen von ihrer Kleinheit, war Alice aber auch extrem liebenswert, stark, pfiffig, wendig, schnell und absolut fit und darüber hinaus eine hingebungsvolle Mutter und starke Vererberin.

sehr klein aber riesengroß

Ich kann mir denken, dass sich heute kaum einer vorstellen kann, dass Whippethündinnen tatsächlich unter 44 cm groß waren. Übrigens: Die Weltsiegerin bei den Whippets 1973 war 43,5 cm groß!

Man muss sich einmal vorstellen wie Alice im Vergleich zu einer 51cm großen Hündin wirkt. Es ist so ähnlich als würde sich ein Cockerspaniel mit einem Labrador in der Größe vergleichen…

Aber das Potential wusste Holger zu nutzen. Immerhin ist aus Alice mit dem Australier Ch.Rothbury Bonecrusher seine geliebte Ch.Koseilata’s Josephine Baker hervorgegangen, die ihrerseits mit Ch. Superfly’s U Be Mine für den beinahe legendär zu nennenden T-Wurf Koseilata’s verantwortlich ist der dann seinerseits großen Einfluss auf die Zucht genommen hat.

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Koseilata’s Tea by Tiffany’s und Koseilata’s Three Times a Lady in Donaueschingen 2003, wo sie ihre Showkarriere begannen und beide die Jugendklassen gewannen und Bestes Paar wurden, hier mit Ulla Capellmann und Christa Riebel und der Richterin Margrit Martin in der Mitte, Foto:koseilatas

Sehr spannend, das alles im Rückblick noch einmal nach zu vollziehen. Und auch die rasante Größenentwicklung!  😦

größere Whippets kürzeres Leben

Whippets werden in der Regel zwischen 12 und 15 Jahre alt. Alles was über 16 Jahre und älter ist, hat demnach schon die durchschnittliche Lebensspanne überschritten. Kein Mensch möchte, dass sein Hund früh stirbt und für die meisten ist auch ein 18 1/2 Jähriger viel zu früh gegangen.

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Golden Peanuts Candiman, 16 Jahre alt, und mit strahlenden Augen, ein Sohn von Superfly’s Cuz this is Thriller x Koseilata’s Kiss Me Kate, Foto: Jürgen Bürger

Ein gesundes Leben bis ins hohe Alter ist also der Wunsch eines jeden Besitzers. Viele Superfly’s und Koseilata’s sind älter als 16 und mehr Jahre geworden und das ist kein Zufall.

mehr Größe weniger Lebenszeit

Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen die Größe der Whippets, zum anderen genetische Faktoren und letztendlich oxidativer Stress.

Forscher am Veterinärmedizinischen Institut der Texas A & M University haben folgendes herausgefunden:

Die vorläufige Regressionsanalyse von 117 Rassen unterstützt, was Tierärzte und Hundebesitzer gleichermaßen seit vielen Jahren vermuten: Mit steigender durchschnittlicher Größe einer Hunderasse nimmt die durchschnittliche Lebenserwartung ab.

Wenn also Whippets entlang des Idealmaßes gezüchtet werden, haben sie damit gleichzeitig eine höhere Lebenserwartung.

Das ist das, was ein Züchter am einfachsten realisieren kann. Als nächstes ist auch Langlebigkeit das angestrebte Ziel bei der Zuchtauswahl.

……..

Wer es wissenschaftlicher möchte:

  • Jeder Hundebesitzer von Rassehunden weiß, dass die Lebenserwartung mit zunehmender Größe sinkt. Forscher am Veterinärmedizinischen Institut der Texas A & M University sind dabei, Gene im Hund zu charakterisieren, die mit dem Alterungsprozess verbunden zu sein scheinen, um nicht nur die Lebensspanne unserer Hundegefährten zu erhöhen, sondern auch die Lebensqualität von Hunden in der geriatrischen Population zu verbessern.
  • Der erste Schritt in diesem Prozess bestand darin, die genaue Effektgröße auf die Langlebigkeit des Hundes zu bestimmen. Die Daten wurden hauptsächlich aus Internetquellen mit durchschnittlichen Höhen- und Gewichtsstandards sowie der durchschnittlichen Lebenserwartung von reinrassigen Hunden erhoben. Die vorläufige Regressionsanalyse von 117 Rassen unterstützt, was Tierärzte und Hundebesitzer gleichermaßen seit vielen Jahren vermuten: Mit steigender durchschnittlicher Größe einer Hunderasse nimmt die durchschnittliche Lebenserwartung ab.
  • Als nächstes wurden die Chromosomenstellen von 54 Genen zwischen dem Menschen und dem Hund verglichen. Eingeschlossen in diese Studie waren 26 Gene, von denen gezeigt wurde, dass sie die Lebenserwartung von Menschen oder Mäusen beeinflussen, sowie 28 Gene, die in einer kleinen Region des menschlichen Chromosoms 4 lokalisiert sind. Diese Region wurde für eine detaillierte Kartierung ausgewählt, da gezeigt wurde sie assoziieren mit der Fähigkeit ein viel höheres Alter in einer menschlichen Bevölkerung zu erreichen.Die laufende Arbeit konzentriert sich auf zwei Bereiche. Ein Interesse liegt in der Definition von Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs), bei denen es sich um einzelne Basenpaaränderungen handelt, in 7 in Frage kommenden Genen, die aus dem zuvor erwähnten Satz von Genen ausgewählt sind. Die Analyse dieser SNPs über verschiedene Rassen hinweg hat das Potenzial, Gene zu identifizieren, die größere Hunde im Vergleich zu ihren kleineren Vertretern zu einer kürzeren Lebensspanne führen. DNA-Proben wurden in Form von Wangenabstrichen von Hunden unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Lebenserwartung gesammelt. Diese Proben werden verwendet, um die oben genannten Gene zwischen diesen verschiedenen Rassen zu vergleichen, in der Hoffnung genetische Faktoren zu entdecken, die zum Alterungsprozess beim Hund beitragen.
  • Studien an Menschen haben auch oxidativen Stress als einen der ursächlichen Faktoren im Alterungsprozess in Verbindung gebracht. Durch die Untersuchung von oxidativem Stress in unseren Hunden versuchen Forscher, Mechanismen zu entdecken, die es verschiedenen Rassen ermöglichen, oxidativen Stress effizienter als andere zu überwinden. (Quelle: AKC Canine Health Foundation)

Familientreff…

Kurz entschlossen trafen sich heute die Geschwister Daya, Bisou und Singha im herbstlichen Garten zu einer ausgiebigen Sause… herrlich, den jungen Hunden beim Toben zuzusehen. So schnell flitzten sie durch die Büsche, dass ich mit der Kamera nicht nachkam… als die Luft ein wenig raus war klappte sogar ein Geschwisterfoto.

von links: Koseilata’s Satiya Hidaya „Daya“, Simba Singha, Sarabi Nabulungi „Bisou“ im Alter von gut 10 Monaten.

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Whippetaugen

Die Augen des Whippets sind das Schönste im Gesicht und haben eine Berechtigung in ihrer Größe und ihrer Anordnung im Kopf. Ein Whippet ist ein Sichtjäger und die Augen sind sein Werkzeug.

Das Auge funktioniert wie eine Kamera. Wird das Auge kleiner, wird es auch die Linse. Sitzen die Augen tiefer im Schädel, wird das Sichtfeld kleiner.

Aber das Auge des Whippet ist viel mehr als das, denn es schaut den Menschen an.


Koseilata’s One Cool Cat mit ihrer Mutter Koseilata’s Everlasting Moon, Foto: Nele Ellerich

Das beste Foto liefert Nele Ellerich , was genau die Schönheit und Tiefe der Whippetaugen ausdrückt.   Einfach nur hinreißend und schön.

Whippets, eben.

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Ganz etwas Historisches. Zwei Junghündinnen toben wild mit Mutter von Winnie, so sind Whippets eben.

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Whippethündinnen v.l.n.r. „Mary“die Mutter von Winnie,“Gloria“ und „Winnie“

Das sind im Foto von links nach rechts Superfly’s Our Own Obsession (Mary), Koseilata’s Gloria Gaynor (Gloria), übrigens eine Ch.Koseilata’s Emerald Rainbow-Tochter und last but not least Superfly’s West Side Story (Winnie).

Dabei fällt mir ein: Herzliche Grüße nach Slowenien!

Whippetverwandschaft am Meer

Noch mehr Whippets aus der Reihe Mehr vom Meer 😉 Christa Riebel mit einer Truppe Whippets von alt bis jung am herrlichen Strand in der Oktobersonne.

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Whippetverwandschaft in einer Linie mit Christa, Foto:Eva-Maria Krämer

Der gute alte Timmy (Ch.Koseilata’s Three Times a Lady) im Alter von unglaublichen 16 1/2 Jahren geht als Letzter. Ganz vorn Archie (Ch. Koseilata’s Cool Moon), ein Sohn von Timmy, jetzt 12 Jahre alt, gefolgt von youngster Singha (Koseilata’s Simba Singha). Direkt hinter Christa’s Winnie (Besties Unreal Zeal) und dann Jerry (Ch. Koseilata’s Yarred The Jumper)  und Dusty (Ch.Koseilata’s Dust on the Moon).

Zwei davon sind direkte Nachkommen aus dem Superfly’s U-Wurf (U Be Mine und Upper Class) , zwei sind Enkel  und einer ist Urenkel von Superfly’s U Be Mine. Und der Jüngste ist immerhin noch 4:4 gezüchtet auf Superfly’s U Be Mine. Wenn das nicht interessant ist?

Und deshalb freut mich persönlich besonders die geplante Verpaarung von Koseilata’s Moody Blues x Superfly’s Shiphra, die wiederum genau hier anknüpft.

 

 

Lilly 12 Jahre

Gerry (autumnslove Whippets) schickt ein aktuelles Foto ihrer 12 jährigen Ch.Superfly’s Lilly Marlene im freien Stand.

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12 jährige Ch. Superfly’s Lilly Marlene, Foto: Gerry Girard

Noch immer schön und fit auch im Alter. Lilly war Gerry’s Stammhündin für ihren Zwinger und ist zugleich ihr Herzenshund. Mögen ihr noch viele gute Jahre beschert sein.

Lilly ist die Großmutter der inzwischen sehr erfolgreichen Koseilata’s Kilimanjaro Kedira (Kedira), King Merlin (Merlin) und King Kamehameha (Odin) .

Lenny, flieg gut

Leider musste Barbara Thiel sich gestern von ihrem „Lennemann“ (Koseilata’s Undercover Agent) für immer verabschieden. Immer ist das eine harte Entscheidung, auch wenn es vollkommen klar ist, dass der Zeitpunkt unvermeidlich gekommen ist.

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Koseilata’s Undercover Agent ( Lenny, Lennox, Lennymann, Lennerich) wurde 16 1/2 Jahre

Alles weitere wäre nur eine Quälerei gewesen. Und wie sie selbst sagt:

„das scheint mir würdelos“

Lenny wurde bis zum Schluss umsorgt und musste keine Schmerzen leiden. Das ist wichtig, aber m.E. ist es auch wichtig den Hund in Würde gehen zu lassen. So traurig es ist, das Gewissen klagt eher an, wenn der Zeitpunkt unerträglich hinausgezögert wird.

Babs schreibt so schön weiter:

„Er wurde bis zum Schluss umsorgt, und musste keine Schmerzen leiden. Lennerich wird nicht nur mir, sondern vielen Freunden fehlen. Er war zwar nie das „Epitome of the breed standard“, aber mit Sicherheit einer der sympathischsten Whippets überhaupt. Naja, eigentlich kam er dem Standard doch sehr nahe – handlich, funktional, pragmatisch, immer bescheiden, aber auch durchsetzungsfähig, wenn es drauf ankam, zäh und eigentlich immer fröhlich. Über ihn werden wir noch lange Geschichten erzählen.“

Lenny war ein Sohn von Koseilata’s Emerald Rainbow x Superfly’s Syntax Error.

Wie bitte? Guppis..hä

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Also mit drei Whippets an der Leine erregt man in der Regel Aufmerksamkeit. Und manches Mal erlebt man auch Lustiges.

Brav trotten die Whippets hinter mir her und nichts Böses ahnden, öffne ich die Wohnungstür.. Malerarbeiten im Hausflur! Fast mit Schmackes gegen eine Leiter, mit Mann zu oberst, STOP.

Whippets blieben wie angenagelt stehen…nach dem Spaziergang zurück, wirft sich einer der Maler vor den Hunden nieder, säuselt in den höchsten Tönen.:

„wie niedlich…. niedlich, wie Guppis.“

Wie? Wieso Guppis. – Naja die schwimmen doch auch immer hintereinander.

Berliner haben ’ne Meise…und hinkende Vergleiche. 🙂 Aber wir konnten lachen.

Whippets eben!

Mal zauberhaft, mal durchgeknallt, mal sanft, mal „albern“, mal sieht und hört man sie nicht, mal wohnen sie auf einem, mal kleben sie an einem, mal liegen sie hinter einem,  …wie wunderbar sind unsere Whippets! Wenn man sie versteht, dann sprechen sie, lachen sie, beschweren sich, zwinkern mit den Augen, verstehen jedes Wort und sind von Null auf Hundert immer zu allem bereit.

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Kira (Koseilata’s  Quell My Obsession) und Dedi (Superfly’s Dancing the Dream) , Foto: Jochen Schell

„Mein Hund kann Mama sagen“

rief Doris Specht den Zuschauern am Startkasten zu und die Umstehenden verwunderten sich. Denn hier war von dem innigen Verhältnis, von der Sanftheit und Anhänglichkeit zwischen Superfly’s Billie Holiday und Superfly’s A Nice Mess zu Doris nichts mehr zu sehen, nichts von Anmut oder Grazie, nur noch geballte Power und Kraft, hysterisch kreischende Muskelpakete mit glühenden Augen und rasenden Herzen. Nicht mehr zu bändigen, wenn im Hetzrausch. Und ab ging die Jagd, sobald sich die Klappe öffnete katapultierten sich die Leiber nach vorn. Verausgabten sich bis zum letzten Sehnchen, angespannt und fast besessen, mit Volldampf dem „Hasen“ nach.

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Koseilata’s nach dem Start auf der Rennbahn, Foto: Eva-Maria Krämer

Und dann zu Haus der Tiefschlaf mit zuckenden Pfoten, schnell bewegenden Augen hinter den geschlossenen Lidern und ab und an Gesängen und ausgestoßenen Lauten.

Was ist so besonders?

Alles! Whippets sind niemals nur so, wie man sie gerade wahr nimmt. Sie  passen sich an wie ein Handschuh sind berechenbar und doch immer zu Überraschungen fähig. Sie sind nicht mal so mal so, sondern sowohl als auch. Es sind leidenschaftliche Hunde, mehr Sein als Schein, zwei Seiten der Medaille, loyal zu ihrer Meute, brutal zu ihrer Beute.  Dekoration und Destruktion, aber immer mit vollkommener Hingabe.

Hart im Nehmen physischer Schmerzen, falsch behandelt sensibel im Herzen .

Nichts für jedermann, aber richtig für’s Pendant.

Zwischen Lehne und Rücken, soll sich ein Whippet drücken. 😉